Aktiven-Lob als Entschädigung 
Vorfahrt für Triathletinnen. Für die Spitzengruppe der zweiten Liga wurde   der Dampfzug  angehalten

Das begann beim  rüstigen Wander-Senior der GTV-Staffel bis zum Bonner Topathleten Eike Pupkes (1:38:38 Stunden), dem genau wie im Vorjahr schnellsten Zweitligastarter. Keine Probleme gab es auch mit dem historischen TWE-Zug der viermal über die von den Triathleten beim Radfahrern gequerten TWE-Gleise an der Kahlertstraße dampfte. Mal mussten fünf Starter aus dem hinteren Feld der Landesliga an der Schranke warten, mal hielt die Dampflok 78 468, um die Führungsgruppe der Frauen in der zweiten Liga auf dem Weg in die Wechselzone passieren zu lassen, mal konnte der Zug, von dessen Einsatz die Organisatoren des GTV-Tri-Teams erst am Mittwoch erfahren hatten und gezwungen wurden, Rad- und Laufstrecke neu zu planen, auf freier Strecke passieren. Von diesem ganzen Wiggel mit der TWE im Vorfeld und im Wettkampf hatten nur die wenigsten Athleten etwas mitbekommen.

 Der neue Dalkeman Thomas Seelen (Reeser SC, 1:47:22 Std.), im Beruf Hauptkommissar der Wasserschutzpolizei, lobte die Strecken. Weder die Wendepunkt-Radrunde noch die Laufstrecke am Mohns Park hatten exakt die Distanzen von 40 und 10 km, was die guten Zeiten erklärt und den Regeln entspricht. Der 46-jährige Seelen hielt den jungen, für Tri Star Oelde startenden, Gütersloher Henner Lakämper (25) auf der offenen Kurzdistanz um sechs Sekunden in Schach. Lakämper ist Kommissar in der Hundertschaft Köln und hofft durch dieses gute Resultat den letzten freien Startplatz für die Polizei-DM in Saarlouis ergattert zu haben, für die Seelen bereits gesetzt ist. Mitfavorit Tobias Jazbec (TriSpeed Marienfeld, in der Liga ASV Duisburg) wurde in 1:52:53 Stunden nicht unzufriedener Vierter.

 Dalkewoman wurde die 36-jährige Kirsten Sommer von Tri Sport Menden mit fast drei Minuten Vorsprung. Dass in der zweiten Liga, wo aufgrund der hohen Leistungsdichte das Windschattenfahren erlaubt ist, sportlich noch ein ganz anderer Wind weht, bewies Eike Pupkes (27) mit seiner Siegerzeit von 1:38:38 Minuten. Dritter nach dem Schwimmen konnte sich der Physikstudent und diplomierte Sportwissenschaftler auf dem Rad in einer Dreier-Spitzengruppe nicht absetzen, entschied die Konkurrenz aber mit der zweiten Luft ab Kilometer acht im Laufen für sich.

Überglücklich über Platz eins bei den Zweitligafrauen war Ilona Pfeiffer. Die für das Tri Team startende Dissenerin hakte damit ihr Verletzungsjahr 2010 ab und ist zu alter Stärke zurückgekehrt. Die 35-Jährige nahm den Schwung vom Volkslaufsieg in Harsewinkel am Abend zuvor mit, kam nach guter Schwimmleistung in die Spitzengruppe beim Radfahren und legte beim Laufen einen Start-Ziel-Sieg hin. Allerdings zeigte die 17-jährige Ungarin Eszter Pap vom verstärkten Aufstiegsfavoriten EJOT Team TV Buschhütten eine fast gleichwertige Laufleistung. „Das ist heute ein Feiertag“, jubelte Pfeiffer euphorisch.

Sehr zufrieden war auch Organisator Eckhard Langner: „Es war ein guter Zug von der TWE, dass sie dafür gesorgt hat, dass die Bahn auch gestoppt werden konnte. Es gab viel positive Resonanz, die neue Laufstrecke ist sehr gut angekommen. Wir überlegen, den Triathlon 2012 auf der ursprünglich geplanten Radstrecke und der neuen Laufrunde sowie mit weniger Aufregung im Vorfeld auszurichten.“

SOCIAL BOOKMARKS