Alemannia reist mit Respekt zum SCW
Bild: Dünhölter
Kaum zu bremsen: Wiedenbrücks Neuzugang Gökan Lekesiz (l.), hier gegen Ahlens Isaas Darko Akyere, hat zuletzt stark aufgespielt. Auch auf ihn wird es gegen Alemannia Aachen ankommen.
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Mit den Siegen in Rödinghausen und gegen Ahlen sowie dem Remis in Verl hat der SC Wiedenbrück nicht nur etwas für sein Punktekonto getan, sondern sich auch gehörigen Respekt verschafft. „Wir treffen auf eine erfahrene Mannschaft, die über eine sehr gute Balance und Ordnung verfügt.“ Gesagt hat das ein gewisser Fuat Kilic, Trainer von Alemannia Aachen – dem Gegner an diesem fünften Spieltag in der Regionalliga. Mit Blick auf die Tabelle ist es vor dem Aufeinandertreffen an diesem Samstag im Jahnstadion (14 Uhr) nicht weiter verwunderlich, dass der ehemalige Bundesligist Aachen die Reise nach Ostwestfalen nicht ganz sorglos antritt.

„Dann müssen sie schon bei uns gewinnen“

Beide Teams haben schließlich bereits sieben Zähler ergattert, dank des besseren Torverhältnisses steht der SCW auf Rang vier sogar vor den ambitionierten Alemannen. Doch der Schein, er trügt ein wenig. Denn in Sachen Etat, Kader und Anspruch gibt es dann doch ziemlich große Unterschiede zwischen Wiedenbrück und Aachen. Hier sind die sieben Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt sehr, sehr ordentlich, dort ist die bisherige Ausbeute in Sachen Aufstiegskampf fast schon zu wenig. So war das jüngste 0:0 des Teams von Fuat Kilic gegen Aufsteiger Sprockhövel fast schon so etwas wie ein erster Rückschlag. „Wenn sie den Anschluss an die Tabellenspitze halten wollen, müssen sie schon bei uns gewinnen“, sagt SCW-Trainer Alfons Beckstedde und schiebt die Bürde des Favoriten mit Vergnügen den Gästen zu.

SC Verl ist in Bonn gefordert

Der Sportclub Verl befindet sich in einem erlauchten Kreis. Vor dem fünften Spieltag in der Regionalliga haben nur noch vier Mannschaften keine Niederlage hinnehmen müssen. Außer den Verlern sind dies Spitzenreiter Borussia Dortmund II – nicht zuletzt dank der Treffersicherheit des Ex-Verlers Hamadi Al Ghaddioui –, Borussia Mönchengladbach und Aufsteiger Wuppertaler SV. Geht es nach Verls Trainer Andreas Golombek, dann soll die Null in dieser Bilanz auch am Samstagnachmittag nach dem Schlusspfiff in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bestand haben. Im Sportpark Nord kommt es ab 14 Uhr fast schon zu einem Gipfeltreffen, denn der Rangdritte Verl tritt beim Tabellenzweiten Bonner SC an.

„Wir sind der krasse Außenseiter“

Die Rheinländer sind mit drei Siegen und einer Niederlage der bislang stärkste Aufsteiger. „Da sind wir der krasse Außenseiter“, flachst Golombek. Wenngleich er den Rheinländern Respekt für ihr bisheriges Abschneiden zollt: „Neun Punkte sind schon bemerkenswert.“ Acht Zähler hat Verl derzeit auf seinem Konto. Nach Einschätzung von Golombek ein nicht minder bemerkenswertes Resultat. Siege über Wattenscheid und Oberhausen, das Remis gegen den Nachbarn Wiedenbrück – nur das 2:2 bei Aufsteiger TSG Sprockhövel wurmt Golombek ein wenig. „Aber wir können zufrieden sein.“ Zufrieden ist auch das Stichwort beim Blick auf die zweite englische Woche, die mit dem Gastspiel an diesem Samstag am Rhein endet. Fünftes Spiel in 15 Tagen – da stellt sich die Frage, wie viele Körner die Mannschaft gelassen hat? „Kein Problem“, beruhigt Golombek, „mit Blick auf das erhebliche Pensum haben wir auch nur wenige Verletzte. Vielleicht auch ein Ergebnis unserer guten Vorbereitung.„

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und des SC Verl am fünften Spieltag der Fußball-Regionalliga lesen Sie am Samstag, 20. August, in der „Glocke“.

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