„Ali“ Beckstedde fordert zwei Heimsiege
Bild: Bremehr
Nicht lange fackeln soll Marko Stojanovic vom SC Wiedenbrück vor dem gegnerischen Tor. Alfons Beckstedde kündigte an, dass er gegen den TuS Erndtebrück wieder beginnen darf.
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Im bereits vorletzten Heimspiel in dieser Saison empfängt der SC Wiedenbrück an diesem Samstag ab 14 Uhr den TuS Erndtebrück. Drei Wochen später, am 14. Mai, trifft die Mannschaft von Alfons Beckstedde auf den bereits feststehenden Absteiger FC Wegberg-Beeck. Und des Trainers Rechnung lautet: Diese beiden Partien vor eigenem Publikum müssen gewonnen werden, dann könnt‘s fast schon reichen. „Um die 45 Punkte“ müssten es laut „Ali“ Beckstedde sein, dann wäre der Klassenerhalt endlich in trockenen Tüchern. 38 Zähler hat der SCW jetzt auf dem Konto.

„Das ist nicht unser Problem“

Aber logisch: Die Partien gegen die Aufsteiger Erndtebrück und Wegberg-Beeck müssen eben auch erst siegreich gestaltet werden. Der Vorteil an diesem Spieltag: Der TuS steht deutlich mehr unter Druck, wenn die Rettung denn noch irgendwie klappen soll. Bei für sie nur noch drei ausstehenden Partien haben die Gäste sechs Punkte Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz. „Die müssten jetzt schon dreimal gewinnen“, rechnet Hobby-Mathematiker Beckstedde weiter vor. Dann sagt er: „Aber das ist nicht unser Problem.“

Ausgangssituation kommt SCW entgegen

Stimmt, eigentlich kommt diese Situation seinem Team sogar zugute. Denn Erndtebrück – zuletzt mit einem 0:0 gegen den BVB II – kann es sich nicht erlauben, sich in der Defensive zu verkriechen und bloß auf Konter zu lauern. Eine angenehme Ausgangsposition für den SC Wiedenbrück also, der sich tendenziell immer ein wenig schwer damit tut, das Spiel in die eigene Hand nehmen zu müssen. Als Beispiel taugt die Leistung beim 0:2 gegen Lotte: Da war das Beckstedde-Team noch weniger in der Bringschuld, bereitete dem Tabellenführer aber bis zum ersten Gegentor doch arges Kopfzerbrechen.

Bei RWA muss der SC Verl liefern

Andreas Golombek hält den Ball flach vor dem Saisonendspurt in der Regionalliga, in dem er am Samstag mit dem SC Verl beim Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen gastiert. „Viele andere Mannschaften benötigen doch auch noch Punkte zum Klassenerhalt“, verweist der Trainer darauf, dass der Sportclub den Verbleib in der vierten Liga aus eigener Kraft schaffen kann. „Ich weiß gar nicht, weshalb jetzt überall Alarm geschlagen wird beim Blick auf die Tabelle“, habe er vom ersten Spieltag an davor gewarnt, dass der SCV angesichts der ausgeglichenen Liga gegen den Abstieg kämpfen müsse, betont Golombek.

„Vier Punkte aus den letzten fünf Spielen“

„Schade, dass wir es nicht geschafft haben, drei Bonuspunkte aus den Partien gegen Dortmund II, Viktoria Köln und Lotte mitzunehmen“, ärgert sich dagegen Verls Vorsitzender Raimund Bertels über die Niederlagen. Seit sechs Spielen wartet der Sportclub auf ein Erfolgserlebnis. Den letzten Dreier feierten die Schwarz-Weißen am 19. März mit dem 2:0 über Velbert. Es folgten vier Niederlagen und zwei Unentschieden, die für eine nicht ungefährliche Tabellensituation beim Team von der Poststraße sorgen. „Vier Punkte aus den letzten fünf Spielen“, fordert Bertels deshalb ein.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 35. Spieltag der Fußball-Regionalliga lesen Sie am Samstag, 23. April, in der „Glocke“.

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