Alle 88 Staffeln bleiben unter vier Stunden
Die „Running Unicorns“ gewannen die Wertung der weiblichen Jugend.

Mit diesem Wettbewerb, bei dem idealerweise eine aus sieben Startern bestehende Staffel die auf 21 Runden aufgeteilte Marathondistanz von 42,195 km absolviert, hat Ausrichter LG Burg Wiedenbrück eine Marktlücke entdeckt und mit seiner Organisation ins Schwarze getroffen. Denn die Mannschaften bevölkern die Wiese vor dem Reethus mit Picknickdecken, Pavillons, Zelten oder von einem der Hauptsponsoren für sein Läuferteam abgestellten VW-Campingbus samt Vorzelt.

Die Atmosphäre ist locker und gelöst, vor allem zum Ende des Rennens wird Kuchen verteilt, Getränke sowieso. Volle Konzentration herrscht dagegen bei den Läufern, die in der Wechselzone auf die Übergabe des Staffelstabes warten. Da ist auch bei den Mannschaften Anspannung spürbar, die zum einen Teil aus Jux dabei sind, oder die einfach mal etwas Neues ausprobieren wollen.

Groß sind dann die Unterschiede beim Wechsel. Das klappt bei den am Ende weit vorn platzieren Teams wie denen der DJK Gütersloh an fest vereinbarten Übergabepunkten aus vollem Tempo heraus und reicht bis zu ihren Übergabepartner suchenden Läufern oder denen, die ausgepumpt auf Knien gestützt erst einmal durchatmen, bevor sie den Stab weiterreichen. Zum Glück nur ganz selten kommt es vor, dass keine Ablöse bereit steht...

 „Laufen, Picknick, Spaß haben Gaudi machen und dann wieder laufen.“ Michael Konermann ehemalige Top-Triathlet aus dem Team „Greffen läuft Ost“, bringt die Erfolgsformel des Staffelmarathons auf den Punkt. „Und die ganze Geschichte steht und fällt natürlich mit dem Wetter“, atmeten nicht nur Konermann, sondern auch die Organisatoren auf, dass am Sonntag gute Bedingungen beim Laufen und beim Warten auf den nächsten Einsatz herrschten. Martin Masjosthusmann, einer der Hauptorganisatoren der LG Burg Wiedenbrück und als Streckensprecher für Information und Unterhaltung zuständig, freute sich besonders, dass in diesem Jahr so viele junge Läuferinnen und Läufer dabei waren: „Es fehlt oft an Nachwuchs, doch heute ist er hier.“

Die Aussicht, sich nach zwei Kilometern (fast alle Staffeln wechselten nach jeder Runde) wieder auszuruhen zu dürfen, sowie der Teamgedanke verringern die Hemmschwelle, bei einem Lauf mitzumachen offensichtlich erheblich.

Sportlich dominierten die Mannschaften der DJK Gütersloh. Die mit insgesamt fünf Staffeln angereisten Gütersloher gewannen die Gesamtwertung in 2:21:09 Stunden und waren mit der Männerstaffel mehr als elf Minuten schneller als Laufspaß Sende beim Vorjahressieg (2:32:58).

SOCIAL BOOKMARKS