Angebote gibt‘s, aber es ist kompliziert
Warten auf die Entscheidung: Philip Aboagye (r.) machte schon gegen Haltern eine gute Figur, der 19-Jährige braucht jetzt nur noch „Ja“ zu sagen.

Einfach scheint es nur bei Philip Aboagye zu sein, der muss jetzt nur „Ja“ sagen. Da der abgebende Verein in Wattenscheid Konkurs ist, braucht es keine Freigabe. Die allerdings müsste Yasin Altun vom SV Lippstadt schon mitbringen, um den Deal perfekt zu machen.

 Der 24-jährige Kandidat für die Sechser-Position hat zwar eine Test-Erlaubnis vom Regionalligisten und überzeugte in Ahlen auf ganzer Linie, ob sie ihn aber auch gehenlassen? „Wir zahlen keine Ablöse und keinen Berater“, bleibt Geschäftsführer Gero Stroemer hart und ist selbst gespannt auf die Resonanz, die da kommen wird.

 Offen ist auch, wie Francesco Di Pierro reagiert, den der damalige Sportchef Angelo Daut sogar schon vor der Saison holen wollte. Der Deutsch-Italiener hat nämlich inzwischen auch bei Preußen Münster vorgespielt. Wenn sie ihn da behalten wollen, würde das Angebot für den ebenfalls aus Lippstadt kommenden Mittelfeldspieler sicher saftiger ausfallen als das von Ahlen – und weg wäre das 19-jährige Jungtalent, das zentral als Backup für Pascal Schmidt in Frage käme.

 Ein Risiko, das man bereits kennt beim Oberligisten, der ja wenigstens schon Rion Latifaj und Marcel Todte im Einkaufsbeutel sicher hat. Aber es hilft nichts, Lücken müssen aufgefüllt werden.

Nach dem Weggang von Robin Glinka und Marko Onucka, der Auszeit von Niklas Frede sowie der Absage an Testkandidat Arton Balja, der nun zu Fichte Bielefeld geht, kommen weitere zwei Sorgenkinder hinzu. Denn Akil Cömcü laboriert wohl noch länger am leierigen Syndesmose-Band, und der rechte Verteidiger Luca Berger, für Manager Joachim Krug „die Sensation der Hinrunde“, fällt mit gesundheitlichen Problemen mittelfristig aus. In den nächsten Tagen sollten die neuen Verträge nun abgeschlossen werden.

 Der Ball liegt nun im Feld der Spieler. Und in Lippstadt.

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