Ansprüchen auf dem Platz gerecht werden
Torwart Sebastian Lange (l.) und SCV-Trainer Andreas Golombek

 „Die hauen wir 3:0 weg, ist doch klar – genau wie im Vorjahr“, nimmt SCV-Trainer Andreas Golombek mit Ironie allen Favoritenzuweisungen den Wind aus den Segeln.

Immerhin, in der letzten Saison bestimmten die Schwarz-Weißen beim 3:0-Sieg in Velbert das Geschehen, verloren dafür aber das Rückspiel nach individuellen Fehlern mit 1:2. „So etwas darf auf keinen Fall nochmal passieren. Dann ist mir schon ein 0:0 lieber, oder wenn das Tor erst in der 90. Minute fällt“, relativiert der Coach, stellt aber sogleich klar: „Das Entscheidende ist, dass wir unseren Ansprüchen auf dem Platz gerecht werden.“

Damit nicht, wie in der Vorwoche beim späten 3:2 in Uerdingen, erst in der Schlussminute die Entscheidung fällt, fordert Golombek eine bessere Chancenauswertung, auch vom dreifachen Torschützen Simon Engelmann. Der Verler Trainer geht von einer defensiven Grundausrichtung der Gäste aus. „Obwohl denen ein Punkt eigentlich nicht reicht“, hofft Golombek insgeheim, dass Velbert auch Offensivakzente setzen wird.

Personell hat hat der 45-Jährige die Qual der Wahl, denn nach Ablauf der gelb-rot-Sperre von Julian Schmidt haben sich auch Patryk Plucinski und Marko Martinovic gesund zurückgemeldet. „Da steht mir die ein oder andere schwere Entscheidung bevor“, sagt der Trainer. „Wir wollen der Partie unseren Stempel aufdrücken. Die größte Gefahr ist, dass alle denken, wir werden dies Ding schon gewinnen“, sinniert Golombek.

 Wichtig ist dem Ex-Profi die Resonanz des Verler Publikums: „Dabei geht es mir nicht vornehmlich um die Einnahmen, sondern vor allem darum, dass die Jungs es verdient haben, unterstützt zu werden. Es wäre doch super, wenn 1000 Fans kommen.“ Und denen würde „Golo“ am liebsten ein gutes Spiel mit einem überzeugenden Sieg liefern: „Das Zeug dazu haben wir.“

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