Antwerpen: „Wir hauen jetzt alles raus!“
Muss ja! Kapitän Felix Backszat (o.) ist ausgelaugt und plagt sich mit Problemen am Sprunggelenk. Dennoch meldet er sich fit für den Job in Hüls. Drei Punkte warten, die enorm wichtig sind.

In die Ecke gedrängt gibt es für Trainer und RW Ahlen nur noch einen Weg heraus – den nach vorn. „Wir hauen jetzt alles raus, was drin ist“, rührt er wütend die Trommel, vielleicht die einzige, die er noch hat und die letzte Option, einen Aufstiegsplatz zu verteidigen.

Ausgerechnet VfB Hüls: Die Jungs aus Marl haben nach der Oberliga-Abmeldung nichts mehr zu verlieren, siegten ohne Angst 5:3 über Neuenkirchen und dürfen auch deshalb Mittwoch Abend (19 Uhr) unter ihrem neuen Trainer Markus Kaya als leichter Favorit gelten. Frechheit siegt. Weiß auch Antwerpen, der seine Frechdachse aus der Hinrunde gern zurück hätte. Deshalb redet er sie stark und präsentiert ein leuchtendes Vorbild.

Sebastian Stroemer, dessen Verdacht auf Kreuzbandriss sich noch nicht bestätigte, hat gegen Ennepetal noch mit gerissenem Innenband weitergekämpft. „Unglaublich, andere wären schon im Krankenhaus gewesen“, beschwört Antwerpen Moral und Biss. „Wir wollen auch für ihn gewinnen.“

 Dafür legt er den Rallyegang ein und erwartet das auch vom Team. „Mehr! Von allem mehr. Mehr Laufen, mehr Zweikämpfe gewinnen“, lässt Antwerpen die Sporen blitzen. „Wir sind nicht müde. Die Jungs können es immer noch.“ Am Montag hat er nach dem Debakel gegen Ennepetal vor versammelter Kapelle eine Brandrede gehalten und klar gemacht, dass alles Negative vor der Kabinentür zu bleiben hat.

Auch Hüls kann dann als zukünftiger Bezirksligist mit all seiner neu gewonnen, bitteren Freiheit nicht mehr schrecken. „An deren Qualität ändert sich ja trotzdem nichts. Wir können die schlagen“, gibt der Trainer Bleifuß und hofft, dass seine Spieler diese Geschwindigkeit mithalten. Nicht, dass er Mittwoch  am Badeweiher ganz alleine ankommt.

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