Arminia Bielefeld mit Kampfansage zum Turniersieg
Bild: Steinecke
Beste heimische Mannschaft: Die Mädchen des Gütersloher TV jubelten nach einem 1:0-Erfolg gegen den TuS Brake über den Titel im B-Turnier des Walter-Stickling-Cups.
Bild: Steinecke

Grund für die Kampfansage des Arminen-Trainers: Nach dem Turniersieg 2014 wurden sie 2015 nur Zweiter hinter dem FSV Gütersloh. „Das war ein ungerechter Sieg. Der FSV hat zum Endspiel frische Spielerinnen eingeflogen“, ärgert sich Brentrup immer noch. 

Dazu hatten die Gütersloherinnen in diesem Jahr keine Chance, da sie momentan über keine D-Mädchen-Mannschaft verfügen. Bahn frei also für die Arminen-Mädchen. Und denen lag der Ball richtig gut am Fuß. Ohne ein Gegentor gewannen sie das Turnier. Und das, obwohl die reguläre Torhüterin, Amelie Norf, an einem Lehrgang der Westfalenauswahl teilnahm und sie von Feldspielerin Amelie Norf vertreten wurde.

Eine der Arminia-Leistungsträgerinnen auf dem Feld war Talia Kilic, die von 2014 bis 2015 beim FC Sürenheide gespielt hatte. „So ein Supertalent kannst du nicht halten. Ich freue mich für Talia, dass sie es bei Arminia geschafft hat“, sagte Ulrich Trost, Vorsitzender des FC Sürenheide.

Während Bielefeld bereits fünfmal in Spexard zu Gast war, war des für RW Ahlen die dritte Teilnahme. „Wir haben uns kontinuierlich gesteigert. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Ahlens Trainer Marco Beyer. Im ersten Jahr war es der erste Platz gewesen und im zweiten Jahr der sechste. Für die Finalteilnahme musste er allerdings noch ein klein wenig zittern. Der SV Neubeckum musste vorher nämlich gegen den VfB Schloß Holte entweder unentschieden spielen oder gewinnen, um Ahlen das Weiterkommen zu ermöglichen. Der rot-weiße Jubel nach dem 0:0 von Neubeckum war beinahe ebenso groß, wie der Arminia-Jubel zum Turniersieg.

Im Finale drückte Bielefeld die Ahlenerinnen schnell in die Defensive. Nach fünf Minuten hatte Talia Kilic mit ihrem Kopfball die beste Chance für die Führung der Arminia. Die Ahlener Abwehrfestung hielt jedoch über die reguläre Spielzeit. In der Verlängerung knackte Arminias Mannschaftsführerin Alessia Dipaola schließlich den gegnerischen Riegel. Ihr strammer Freistoß war für RW-Keeperin Lisa Wienströer nicht haltbar. „Sie hat ein gutes Turnier gespielt“, sagte Beyer über Wienströer, die die Lehrgangsteilnehmerin Emely Wittkowski vertrat.

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