Arminia eine Nummer zu groß für den SCW
Bild: Dünhölter
Keinen leichten Stand hatten Marwin Studtrucker (l.), hier im Zweikampf mit Bielefelds Patrick Schönfeld, und der SC Wiedenbrück im Viertefinale des Westfalenpokals gegen die Arminia.
Bild: Dünhölter

Von einem Duell fast auf Augenhöhe redete SCW-Trainer Thomas Stratos im Vorfeld seine Mannschaft stark. Diese Einschätzung erwies sich als etwas zu optimistisch.

„Fußballerisch war kein Unterschied zu erkennen, aber die Bielefelder sind robuster, da merkt man das tägliche Training“, erklärte Stratos die Niederlage. Die hatte ihren Ursprung ausgerechnet in einem Eigentor von Innenverteidiger Marcel Leeneman in der vierten Minute. „Mir ist der Schuss von Krük unglücklich ans Schienbein geprallt“, schilderte Leeneman jene Szene, die „uns das Genick gebrochen hat“, wie Stratos ergänzte.

Leeneman hatte zwei Minuten später erneut Pech, als er von DSC-Keeper Platins unsanft gestoppt wurde. Schiedsrichter Bastian Börner verweigerte den aus Sicht von Stratos fälligen Elfmeter. Platins brach sich in dieser Szene den Daumen und wurde kurz darauf ausgewechselt.

SC Wiedenbrück 2000: Lange – Halstenberg, Leeneman, Kniat (46. Boachie), Rogowski – Tietz, Strickmann – Studtrucker, Mainka (87. Krause), Dayangan – Rodriguez-Diaz (59. Höveler)

DSC Arminia Bielefeld: Platins (26. Ortega Moreno) – Appiah, Hübener, Hornig, Krük – Schütz, Heithölter – Rzatkowski (71. Hille), Schönfeld – Agyemang (46. Rahn), Klos

Schiedsrichter: Bastian Börner (Iserlohn)

Gelbe Karten: Dayangan, Boachie / –

Zuschauer: 2300

Tore: 0:1 (4.) ET Leenemann, 0:2 (25.) Agyemang, 0:3 (63.) FE Klos

Offensiv wusste Wiedenbrück vor der prächtigen Kulisse von 2300 Zuschauern im heimischen Jahnstadion im ersten Durchgang durchaus zu gefallen. Carsten Strickmann, Soner Dayangan, Mariusz Rogowski und Marwin Studtrucker hatten einige gute Szenen. Spielentscheidend war indes die wackelige SCW-Abwehr.

Vor allem Benjamin Halstenberg hatte erneut einen schweren Stand als Rechtsverteidiger und rückte im zweiten Durchgang wieder in die Innenverteidigung. So war es auch Halstenberg, der sich nach 25. Minuten von Eric Agyemang beim Schuss zum 0:2 düpieren ließ.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie. „Aber wir haben nicht aufgegeben und weiter gekämpft“, lobte Stratos. Das Tor erzielte allerdings der Gast. Strickmann holte Schönefeld im Strafraum unsanft von den Beinen, Klos verwandelte den Elfmeter mit einem für Sebastian Lange unhaltbaren Flachschuss zum 0:3 (63.).

„Wir haben fast nichts falsch gemacht. Nur eben im ersten Durchgang zwei Tore zu viel kassiert. Der Gegner wartet und lauert. Und hat eben die Qualität, die wenigen Szenen auszunutzen“, lautete Stratos’ Fazit.

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