Arminia jubelt, SCW geht stolz vom Platz
SCW-Torschütze Stefan Langemann (l.)  im Zweikampf mit Arminen-Verteidiger Felix Burmeister

 Denn mit einem 3:1 (1:0)-Endspielsieg verteidigte Zweitligaaufsteiger DSC Arminia Bielefeld im Wiedenbrücker Jahnstadion den Fußball-Westfalenpokal gegen einen stark aufspielenden und nie aufsteckenden Regionalligisten SC Wiedenbrück.

Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Wiedenbrückern. Trainer Theo Schneider hatte mutig und selbstbewusst mit einer offensiven Aufstellung begonnen. Die beiden Großchancen in der 5. Minute durch den Langemann-Kopfball nach Brisevac-Flanke uns nur zwei Minuten später durch den Ex-Arminen Marwin Studtrucker gaben ihm recht, doch beide Male bewies DSC-Keeper Stefan Ortega Moreno Können und Nervenstärke.

SC Wiedenbrück: Hahnemann – Rogowski (84. Schierbaum), Sumelka (88. Stiens), Czyszczon, Volkmer – Zech (71. Njambe), Dayangan (46. Knetsch), Brisevac, Kaptan (65. Jansen) – Studtrucker (88. Kücükyaci), Langemann

DSC Arminia Bielefeld:  Ortega – Strifler, Hornig (83. Mainka), Burmeister, Lorenz – Fießer, Jerat (83. Propheter), Petersch (46. Salger) Sembolo (46. Riese), Hille (74. Yesilyurt) – Klos (64. Glasner)

Tore: 0:1 (19.) Fabian Klos, 0:2 (49. Hille), 1:2 (54.) Langemann, 1:3 (81.) Yesilyurt

Für diese Chancen-Schlamperei wurden die Gastgeber in der 19. Minute bestraft, als Hille auf der linken Seite Gegenspieler Rogowski stehen ließ und per Querpass Fabian Klos bediente. Arminias Top-Torschütze ließ sich nicht lange bitten. Von dem 0:1 zeigten sich die Wiedenbrücker nur kurz beeindruckt und hatten noch vor der Pause durch Zechs 25-m-Schuss (30.) und Langemanns 30-m-Strich zwei gute Möglichkeiten. Für den DSC hatte Hornig nach eine Ecke in Minute 35 die Vorentscheidung auf der Stirn.

Die so aus Wiedenbrücker Sicht nicht gewollte kalte Dusche bei Sommerhitze kam in der 49. Minute durch Sebastian Hilles Treffer zum 0.2. Doch nur fünf Minuten später schlug der SCW zurück. Der zwecks Spielpraxis aus Bielefeld zum SCW gekommene Stefan Langemann nahm eine Kopfballverlängerung direkt und traf sehenswert zum 1:2.

Jetzt schwanden auf beiden Seiten die Kräfte, beide Trainer nutzten das per Vorabsprache auf sechs Spieler erhöhte Wechselkontingent leidlich aus. In der 81. Minute holte der sieben Minuten zuvor ins Spiel gekommene Erdogan Yesilyurt mit dem 3:1 aus Bielefelder Sicht den Krombacher-Pokal für ein weiteres Jahr ins Oberzentrum. Doch die SCW-Spieler verließen mit dicken Beinen, klatschnassen Trikots, aber erhobenen Hauptes den Rasen. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war bis auf die Chancenauswertung kaum zu sehen, Leistung und Stimmung machten Appetit auf mehr.

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