Auf den Spuren von Steffi Graf
Bild: Ebbesmeyer
Die sportlichen Höhepunkte, die Laura Celine Grundmeier bereits eingefahren hat, sind mit 36 Pokalen und weit mehr Urkunden belohnt worden. Bei den German Open 2010 hat die Zehnjährige ebenso bereits gespielt wie jetzt beim Deutschen Jüngsten-Turnier.
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In der Klasse Juniorinnen U 11 schaffte Laura den Sprung unter die 16 Besten in Deutschland. Das Turnier mit 600 Teilnehmern der Altersklassen U 9 bis U 12 gilt im Tennissport als Deutsche Meisterschaft des Nachwuchses. „Ich will gerne mal Tennisprofi werden“, sagt Laura Celine, die bald elf Jahre jung wird. Und einen Berufswunsch hat sie darüber hinaus auch: „Sportjournalistin im Fernsehen.“ Nun, bis dahin sind es noch ein paar Jährchen, aber zumindest sportlich ist die Kaunitzerin längst auf einem viel versprechenden Weg.

„Vor fünf Jahren hat Laura angefangen, damals bei einem Schnupperkursus des TC Kaunitz, zu dem sie ihre Schwester Pia mitgenommen hatte“, berichtet Mutter Silke Esken-Grundmeier. Auch Lauras Onkel Michael sei „nicht ganz unbeteiligt“ daran gewesen, dass Laura verstärktes Interesse am „weißen Sport“ gefunden hat.

Dreimal die Woche trainiert die junge Tennisspielerin beim TC Kaunitz unter Anleitung von Lena Heidenreich, Hans Kettelhoit und Christian Dubbi. Sportliche Lehrer, die ihr Vorhand- und Rückhandspiel, Volleys, Aufschläge und auch Taktik beibringen. „Meine Stärke ist meine Vorhand“, hat Laura damit schon manchen entscheidenden Treffer gelandet.

„Ich bin sehr ehrgeizig, will gerne Dinge erreichen und dabei die Beste sein“, ist die junge Kaunitzerin zwar eine ausgeprägte Einzelspielerin, doch auch als Teamplayerin hat sie längst Erfolge eingefahren. Zuletzt mit ihren Mannschaftskollegen Amy Dickhut, Luca Abramovski und Ann-Christin Scholz, mit denen sie kürzlich in der U 12 Kreismeisterin geworden war, und nun gegen ein Team aus Erwitte das Aufstiegsspiel in die Bezirksliga absolvieren wird.

Drei- bis viermal Tennis, zwei- bis dreimal Schwimmen bei der DLRG Verl „und zwischendurch auch mal Schule“: Laura Celine Grundmeier, die bald die 6b des Verler Gymnasiums besuchen wird, hat ein strammes Wochenpensum. Sie spielt auch in der gymnasialen Schulmannschaft unter ihrer Trainerin Wibke Homberg. „Dazu kommen noch die Fahrten zu Trainings und Turnieren“, rechnet Mutter Silke vor.

Sogar am traditionsbehafteten Hamburger „Rothenbaum“ hat Laura bereits gespielt. Stolz zeigt sie eine Urkunde, auf der ihr dritten Platz bei den German Open 2010 beim DTB Midcourt Cup verbrieft ist. Ihre Urkunden kann sie kaum mehr zählen, die Anzahl ihrer Pokale hat sie dagegen im Kopf: „Genau 36“, sagt sie. Und es sollen noch weitere dazukommen.

Nach einem 6:2, 6:2-Doppelerfolg gegen Alicia Melosch vom SpV Blenkenese sowie einem 6:1, 6:0-Sieg gegen Anne-Kathrin Abel vom TC Grün-Weiß Nikolassee hat Laura Celine Grundmeier beim Jüngsten-Turnier in Detmold-Hiddesen erst gegen Michelle Kovalenko vom Berliner Schlittschuh-Club ihre Meisterin gefunden. Ihr war die Kaunitzerin mit 3:6 und 1:6 dann doch recht deutlich unterlegen.

„Nächstes Jahr darf sie aber noch einmal in ihrer jetzigen Altersklasse starten“, verrät Silke Esken-Grundmeier. „Und dann werde ich sicher besser abschneiden als diesmal“, hat Laura Celine Grundmeier für die Zukunft noch einige Pläne.

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