Auf der Pirsch nach dem Papiertiger
Jubeln ohne Bilal Abdallah? Geht das überhaupt? In Bielefeld werden es die Ahlener versuchen  der Stürmer ist gesperrt.

„Die Spieler wollen sich natürlich alle noch zeigen“, nimmt RW Ahlens Trainer den Gastgeber immer noch ernst genug, auch, wenn der sich schon vom Spielbetrieb nächste Saison abgemeldet hat. Oder eben gerade darum.

Ist der Ruf erst ruiniert, dann spielt es sich ganz ungeniert – die Ostwestfalen können also frisch und frei rangehen, während Ahlen natürlich der Druck im Nacken sitzt, endlich auch mal wieder ein Erfolgserlebnis zu landen. Trotz einer eindeutigen Klatsche gegen den SV Lippstadt am Mittwoch hat Schrank durchaus Ansätze gesehen, die Mut machen sollen.

„Wir hatten keine Chance gegen unseren besten Gegner bisher“, räumt er ein. Aber: „Alle haben gekämpft, sich aufgelehnt. Die zweite Hälfte endete immerhin mit 1:1.“ Natürlich hatte Lippstadt bis dahin und mit dem 4:1 in der Vorhand einen Gang zurückgeschaltet. Aber immerhin, Ansätze waren da.

 Obwohl Schrank natürlich klar ist: „Diese Qualität haben wir eben nicht“. Aber gegen die Arminia, da sollte es bestimmt klappen, oder? „Das wird schwer“, sinniert der Trainer, ringt sich dann aber doch etwas nebulös ab, dass seine Jungs da was „holen sollten“.

 Nur müssen sie es diesmal ohne Bilal Abdallah tun. Kommt André Witt zurück, so ist diesmal der Stürmer mit der Gelbsperre dran, so dass die Bastelstunde nicht endet – diesmal in der Offensive. „Über die Außen sind wir ja gut besetzt“, denkt Schrank an Kraraca als Ersatz in der Sturmzentrale. „Wir improvisieren seit Wochen“, stöhnt Schrank.

 Ganz hinten hingegen ist es weniger kompliziert. Schlussmann Alisic laboriert an einer Hüftprellung, auf die sein Trainer übrigens auch den Fehler zum 1:2 gegen Lippstadt zurückführt. Also bekommt Oberwahrenbrock seine Chance ab Minute eins. Und alle hoffen, dass der in Bielefeld weniger zu tun hat, als Kollege Alisic gegen Lippstadt. Denn auch ein Papiertiger kann böse Wunden reißen.

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