Aufbäumen mit Halbfinale belohnt
Bild: Bremehr
Vorlagengeber: Yannick Geisler (l.) bereitete beide Wiedenbrücker Treffer vor.
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Der SC Wiedenbrück steht im Halbfinale des Fußball-Westfalenpokals. Die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert hat sich am Samstag knapp mit 2:1 beim FC Kaan-Marienborn durchgesetzt und trifft nun in der Runde der letzten Vier auf den SC Verl, den SV Rödinghausen oder Oberligist TuS Haltern, der durch ein 1:0 nach Verlängerung den SV Lippstadt ausgeschaltet hat. „Es ist jetzt aber noch nicht wieder alles gut“, sagte Mehnert am Tag nach dem wichtigen Sieg, durch den der SCW ein erstes Etappenziel dieser Hinserie erreicht hat – dem Überwintern im Pokal sowie dem Bewahren der Chance auf das Endspiel und dem möglichen Einzug in den reizvollen DFB-Pokal.

„Wollten die beste Elf aufbieten“

In Bezug auf das vorangegangene 0:4 in Verl in der Liga betonte Wiedenbrücks Trainer: „Erste Tendenzen einer Reaktion habe ich gesehen. Aber wir werden bis zur Pause weiter genau beobachten, auf wen wir uns verlassen können.“ Vier Veränderungen im Vergleich zum Derby nahm Mehnert für die Partie in Siegen vor, zwei davon waren aufgezwungen: Marcel Leenemann und Tammo Harder rückten für die angeschlagenen Tristan Duschke und David Loheider ins Team. Oliver Zech ersetzte André Mandt im Mittelfeld, Marco Pollmann spielte für Daniel Schaal auf dem Flügel. Keinen Tausch gab es derweil im Tor, in den drei Pokalrunden zuvor durfte noch Ersatzschlussmann Tim Siegemeyer ran. „Wir wollten in dem Spiel die beste Elf aufbieten“, erklärte Mehnert.

Böser Zeitpunkt für Gegentor

Im ersten Durchgang konzentrierte sich der SCW auf eine stabile Defensive, was bis auf zwei Ausnahmen auch gut gelang. Die zweite Chance für Kaan-Marienborn führte jedoch zum 1:0 kurz vor der Pause: Burak Gencal war nach einem Pass in die Schnittstelle sträflich ungedeckt und traf. Für Wiedenbrück in seiner aktuellen Verfassung ein ganz böser Zeitpunkt, doch das Team von Björn Mehnert zog sich anschließend am eigenen Schopf aus der prekären Lage heraus. Die Gäste wurden in der zweiten Hälfte mutiger, griffen energischer an und rissen das Geschehen an sich. Das wurde belohnt: In der 57. Minute köpfte Marcel Leenemann nach einem Freistoß von Yannick Geisler zum 1:1 ein. Kurz vor Schluss überwand Patrick Schikowski, erneut nach Vorlage von Geisler, den Torwart mit einem Lupfer.

SCW: Hölscher – Hüsing, Twyrdy, Leenemann, Geller – Geisler, Zech – Pollmann (89. Muhovic), Brinkmann, Schikowski – Harder (65. Schaal)

Tore: 1:0 (45.) Gencal, 1:1 (57.) Leenemann, 1:2 (86.) Schikowski

Einen Kommentar zur Situation beim SC Wiedenbrück nach dem Sieg im Westfalenpokal lesen Sie am Montag, 26. November, in der „Glocke“.

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