Aufbruchstimmung bei den ASG-Handballern
Bild: Wegener
Die Spieler der "neuen" ASG wollen sich in der Dritten Liga gut verkaufen.
Bild: Wegener

Die Ebert-Halle soll wieder zur „Ebert-Hölle“ werden, die junge erste Mannschaft den Klassenerhalt in der Dritten Liga feiern.  Jüngst stellten sich die Akteure des neuen sportlichen Zugpferdes in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Ahlen erstmals den Sponsoren vor. Was Funktionäre wie Sportler zuversichtlich stimmt, sei der positive Grundtenor hinsichtlich der „neuen“ ASG, der laut Berni Recker und Trainer Sascha Bertow überall in der Stadt spürbar sei.

 Zudem erinnerte Recker nochmals an die Landeszuweisung in Höhe von fast 1,9 Millionen Euro. Somit kann in etwa vier Wochen der Startschuss zum Bau der Leistungsstützpunkt-Halle erfolgen. „Bis zum Jahresende soll der Rohbau stehen. Bis dahin werden etwa 800000 Euro verbaut sein“, erklärte Recker, der gemeinsam mit Klaus Jäger als Geschäftsführer der neuen Handball-Leistungs-Zentrum Ahlen GmbH für die Belange der Rot-Weißen verantwortlich zeichnet.

Spielertrainer Sascha Bertow hat auf einer ganz anderen Baustelle zu tun. Er muss in diesen Wochen die Fundamente für den sportlichen Erfolg gießen – mit einer Mannschaft, deren Alterschnitt knapp über 20 Jahren liegt. Daher bittet der Coach um Geduld. „Die Mannschaft benötigt Zeit, aber diese Zeit geben wir ihr auch“, betonte Bertow.

Er ist noch auf der Suche nach zwei Akteuren für die Linkshänderpositionen. Gespräche mit einem Kandidaten für Rückraum rechts laufen. Auf der Rechtsaußenposition würde die ASG nur zu gerne mit Rückkehrer Christoph Wischniewski planen. Nach dem Abschied vom Zweitligisten Saarlouis hat „Wischi“ seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Ahlen verlagert. Einzige Hürde für ein neuerliches Engagement des 1,88-Meter-Mannes ist ein fehlender Job. Kann die ASG in dieser Hinsicht helfen, wird Wischnieswki wohl wieder für die Bertow-Sieben auflaufen und wäre aufgrund seiner Klasse sicherlich einer der Führungsspieler.

Kürzlich hat die Ahlener SG einen weiteren Spieler verpflichtet. Es ist Lars Köhler, der hauptsächlich in der Deckung, aber auch im Rückraum agieren soll. Der 33-Jährige spielte unter anderem in der Zweiten Bundesliga beim VfL Haaren und war beim Kreisligisten TV Mengede Spielertrainer.

Er trainiert nun seit drei Wochen in Ahlen. „Sascha Bertow rief mich an und hat mich gefragt, ob ich die Kugel noch mal schmeißen will“, erinnert sich Köhler. Im März hatte er einen Muskelabriss, ist aber jetzt wieder voll belastbar. „Ich muss versuchen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Für mich ist es nochmal ein sportlicher Reiz, mit 33 so etwas zu machen“, ergänzte Köhler.

Der Saisonstart der Ahlener SG gegen Lemgo II wird übrigens nicht am 3. September stattfinden. Die Friedrich-Ebert-Halle bekommt einen neuen Boden. „Es gibt einen Vertrag mit der Firma, die den Boden verlegt und der Stadt Ahlen, dass dieser bis zum Ende der Ferien fertiggestellt sein muss“, erklärte Berni Recker. Problem: die Ferien enden am 7. September, der Saisonauftakt ist vier Tage früher. „Wir sind stinksauer“, sagte Recker.

SOCIAL BOOKMARKS