Aufholjagd kostet GTV zu viel Kraft

Die 20 Punkte von Spielertrainer David Kramme reichten dem GTV in Paderborn nicht

Diese entscheidende Energie fehlte den acht Korbjägerin inklusive Spielertrainer David Kramme im letzten Viertel, um den Paderbornern in diesem direkten Duell um den Klassenerhalt Paroli zu bieten. Dazu kam, dass ausgerechnet der lange Johnny Hall wegen einer Erkältung aussetzen musste und damit als Reboundsammler ausfiel.

 Nach dem indiskutablen 21:35-Zwischenstand zur Halbzeit verpasste Kramme seinen Mitspielern erst einmal einen verdienten Anpfiff. Dabei hatte seine Mannschaft die unter der Woche im Training ausgeknobelte taktische Marschroute sogar über weite Strecken vor dem Seitenwechsel befolgt. Nur der Abschluss blieb bei allen acht Akteuren schwach.

„Wir haben viel zu viele leichte Bälle nicht getroffen“, bilanzierte der Spielertrainer Wachgerüttelt konzentrierte sich der GTV nach der Pause endlich darauf, die Angriffe sauber auszuspielen und den sicheren Abschluss zu suchen. Lohn der Mühen war der 41:46-Anschluss am Ende des dritten Viertels. Als diese fünf Punkte Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts auch noch wettgemacht waren (32. Minute), war das Spiel für kurze Zeit sogar wieder völlig offen.

Genau diese erfolgreiche Aufholjagd war aber auch der Knackpunkt. Denn die munter durchwechselnden Paderborner, deren bester Werfer mit 33 Punkten (davon sechs Dreier) nie unter Kontrolle zu bringen war, zermürbten die Gütersloher Korbjäger und setzen sich wieder auf 61:51 Punkte ab. Der GTV musste nun aggressiver auf den Ball gehen, sicherte mehrfach nicht ab und geriet in Foulprobleme.

Paderborn nutzte in den Schlussminuten acht von zehn Freiwürfen, um die noch einmal auf 63:57 geschrumpfte Führung mit Geschick und Ruhe über die Zeit zu retten. Bei den Güterslohern überzeugte neben Kramme auch Aufbau Simon Aydar.

 GTV: Gerdes (9), Aydar (12), Kramme (20), Nassery (4), Kotowicz (8), Gross Cazun, Hoeltzenbein (4)

SOCIAL BOOKMARKS