Ausbildungs- und Lückenfüllermannschaft
Trainer und Neuzugänge beim B-Juniorinnen-Bundesligateam  des FSV Gütersloh.

 Auch für die kommende Spielzeit stapelt der neue Coach Johannes Fritsch zusammen mit seinen beiden Co-Trainern Matthias Kaiser und Michael Niermeier etwas tiefer: „Platz zwei bis vier ist eine realistische Größe.“ Das hat mehrere Gründe: Zum einen stehen im 24er-Kader zehn Abgängen genauso viele neue Spielerinnen gegenüber, von denen aber der größte Teil noch zum Jungjahrgang gehört. Der Umbruch ist also vorprogrammiert. „Die Mannschaft muss sich wieder neu finden“, sagt Fritsch.

Der Sportstudent, der in der vergangenen Saison Co-Trainer der Ersten war, hat das Amt von Jacqueline Dünker übernommen, die in der neuen Serie den Frauen-Regionalligisten SC Bad Neuenahr trainiert. Zum anderen haben altersbedingt und durch Vereinswechsel mehrere Leistungsträgerinnen das Team verlassen, wie etwa Nationalspielerin Sophia Kleinherne, die nun beim Frauen-Erstligisten 1. FFC Frankfurt spielt oder Michelle Klostermann, die die zweite Mannschaft von Bayern München verstärkt.

Auch die Empfehlung des DFB, talentierte Mädchen sollten möglichst lange in Jungenmannschaften spielen, macht dem FSV die Nachwuchswerbung schwierig. U16-Nationalspielerin Sophie Krall kommt zwar von den C-Juniorinnen des FSV nun hoch in die „B1“, kickt mit Zweitspielrecht aber auch für die Jungs vom VfL Sassenberg. Ausnahmetalent Sjoeke Nüsken hat es dagegen vorgezogen, nur noch für die B-Junioren von Westfalia Rhynern an den Ball zu treten.

 Mit diesen Problemen haben auch die anderen Teams in der Liga zu kämpfen. Und der große Kader, zu dem sechs Jugendnationalspielrinnen gehören, ist nicht gerade schwach. „Trotzdem sind wir in dieser Saison in erster Linie eine Ausbildungs- und Lückenfüllermannschaft“, betont Matthias Kaiser.

Der Fokus im Verein liegt wegen der Einführung der eingleisigen zweiten Liga in dieser Serie auf der ersten Frauenmannschaft, die Platz sechs erreichen muss, um dabei zu sein. Fest eingeplant sind für das Projekt unter anderem die B-Juniorinnen Pauline Berning und Noreen Günnewig. „Auch an die Westfalenliga-Reserve mit ihrem dünnen Kader werden wir hier und da Spielerinnen abstellen müssen“, weiß der Co-Trainer. Bevor es am 2. September zuhause gegen Bayer Leverkusen losgeht, steht in der Vorbereitung als erste Standortbestimmung das große B-Juniorinnen-Turnier des MSV Duisburg auf dem Programm. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Christian Franz-Pohlmann und mit der Liga-Konkurrenz.

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