Ausschwärmen zum Kleeblattpflücken
Chance genutzt: An Michael Wiese (l.) käme derzeit kein anderer Ahlener Spieler vorbei, lobt Antwerpen.  Kein Oberhausener wär am Freitag auch gut.  

 So weit die gute Nachricht. Die schlechte: Die Offensiven Engelmann, Steinmetz oder sogar der frisch eingekaufte Ex-Ahlener Bertul Kocabas sind auch nicht gerade von Pappe. Kurzum: „Zimbo“ Zimmermanns Kleeblätter zählen weiterhin zu den stärksten Gewächsen der Regionalliga. „Die sind ein Top-Kandidat, eine Riesenüberraschung wär’s, wenn wir da was holen“, ist Marco Antwerpen realistisch.

Was natürlich nicht heißt, dass Ahlens Trainer nicht wenigstens versuchen wird, die Kleeblätter tollkühn abzupflücken. „Vielleicht ist es am Anfang der Rückrunde ein klein wenig leichter.“ Auch für Oberhausen ist es der Start in die zweite Serie. Zudem fällt dem Gastgeber heute Kapitän Weigelt verletzt aus. Mal schauen. Ein Rezept hat Antwerpen schon die ganze Vorbereitung ausgetüftelt. Pippileicht: keine Tore zulassen. „Und vorne fällt immer eins“, verlässt er sich auf Standards oder Konter.

 Das verteidigende Personal dafür hat er, auch wenn Meschede noch gesperrt ist: Bechthold, der defensiv stärker gegen den Ball arbeitet als der adduktorenverletzte Darwiche, Fiore, der in Italien nicht nur die Technik gelernt hat, sondern auch Passsicherheit und Spieleröffnung kann und natürlich Michael Wiese, der die Herrmann-Abwesenheit genutzt hat, sich hinten ganz nach vorne zu spielen. „Hier kommt keiner an ihm vorbei“, hat Antwerpen ein großes Lob parat und hofft, dass das auch für Oberhausens Angreifer so gilt.

 Aber die sollen auch erst gar nicht zur Ruhe kommen, und Ahlen versucht Oberhausens Kleeblätter gleich bei ihren Wurzeln zu packen. Also ganz weit vorne. Im Hinspiel hatte man Torwart Robin Udegbe und seinen Außenverteidigern noch zu viel Raum gelassen. „Da sind wir nicht ins Pressing reingekommen“, analysiert Antwerpen rückwirkend, will es nun besser machen lassen, und hat seinen Spielern verordnet, gleich schwarmweise über die Aufbauspieler herzufallen. „Die Jungs kennen mich und wissen, wie sie die Nerven des Trainers beruhigen können“, grinst Antwerpen. Kurzum: Je weiter weg von Stauders Tor, desto entspannter die Lage.

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