Averbeck gibt sich nach 0:8 kämpferisch
Bild: Brandt
Daniel Averbeck (l.), hier mit seinem Trainerkollegen Slawa Bodnar, gibt sich auch nach der jüngsten Negativserie seines SC Hoetmar kämpferisch und will zu alter Stärke zurückfinden.
Bild: Brandt

Grund genug, mit Daniel Averbeck, der mit Slawa Bodnar als Trainergespann an der Seitenlinie verantwortlich ist, über die Situation am Wiebusch ausführlich zu sprechen.

„Die Glocke“: Was ist los beim SC Hoetmar?

Averbeck: Wo soll ich da anfangen? Wir haben zum Beispiel große Personalprobleme, es sind uns bis zu 15 Spieler ausgefallen. Darunter auch ganz wichtige Leute wie Maik Eggelnpöhler, Stephan Osthues, Nikita Bassauer, Maximilian Surmann oder Jonas Wiesner. Gegen Handorf musste sogar der Trainer der zweiten Mannschaft aushelfen.

„Die Glocke“: Also ist alles auf das Personal zurückzuführen?

Averbeck: Das nicht, denn wir bekommen ja trotzdem noch eine gute Mannschaft auf den Platz. Aber es kommt viel zusammen. Da das Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz lange nicht installiert war, konnten wir auch lange nicht zuhause trainieren.

„Die Glocke“: Wo denn dann? Oder wurde gar nicht trainiert?

Averbeck: Westfalia Vorhelm mit unserem früheren Trainer Dennis Averhage hat uns den Platz zur Verfügung gestellt. Dafür nochmal ein großes Dankeschön an den Verein.

„Die Glocke“: Das 0:8 gegen Handorf war der bisherige Tiefpunkt, oder?

Averbeck: Ja. Das war schon eine blutleere Vorstellung von uns. Beim Stand von 0:2 haben wir einen Elfmeter verschossen und postwendend noch zwei Tore reinbekommen. Da gingen die Köpfe dann nach unten. Trotzdem darf man nicht so eine Klatsche bekommen. Das Aufbäumen blieb aus.

„Die Glocke“: Nach sechs Spielen war noch alles in Ordnung.

Averbeck: Zumal die dicken Brocken Münster 08, Sassenberg und Kinderhaus II damit weg waren. Da waren wir noch zufrieden.

„Die Glocke“: Danach gab es 28 Gegentore in fünf Spielen.

Averbeck: Das ist unser Manko. Wir bekommen zu viele Gegentore nach Standards, auch nach zweiten Bällen. Zudem bekommen wir oft früh einen rein und müssen hinterherlaufen. Das ist schwer für eine Mannschaft, die nicht vor Selbstvertrauen strotzt.

„Zähne zusammenbeißen und Kopf unter den Arm“

„Die Glocke“: Wie wollen Sie aus der Situation herausfinden?

Averbeck: Das geht nur gemeinsam. Zähne zusammenbeißen, Kopf unter den Arm nehmen und über das Team kommen. Eben das, was uns in den vergangenen Jahren immer stark gemacht hat.

„Die Glocke“: Ist es denn in Sicht, dass Spieler nach ihren Verletzungen zurückkehren?

Averbeck: Am kommenden Sonntag haben wir wieder einen etwas größeren Kader. Stephan Osthues ist dann auf jeden Fall dabei und wir hoffen noch auf den ein oder anderen weiteren Spieler. Und bei Wiesner und Eggelnpöhler dürfte es nicht mehr ganz so lange dauern.

„Die Glocke“: Ausgerechnet am Sonntag steht das Derby in Everswinkel an, das nun auch das Duell Letzter gegen Vorletzter ist.

Averbeck: Das Spiel kommt genau zur richtigen Zeit. Nach so einer Abreibung werden wir mit Wut im Bauch in das Derby gehen und wollen da Wiedergutmachung betreiben.

„Die Glocke“: Das Spiel ist äußerst wichtig. Wie lautet das Ziel?

Averbeck: In Everswinkel zählt nichts anderes als ein Sieg.

„Die Glocke“: Wie soll das nach den vergangenen Partien gehen?

Averbeck: Mit Kampf und Leidenschaft. Wir müssen das nötige Quäntchen Glück erzwingen. Wichtig ist auch, dass wir nicht früh in Rückstand geraten.

„Die Glocke“: Ist denn überhaupt noch Ruhe im Verein?

Averbeck: Ja absolut, im Verein und in der Mannschaft. Jeder weiß um die Situation. Wir als Trainer genießen den vollen Rückhalt des Vereins. Da gibt es keine hausgemachten Probleme.

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