BBC Münsterland ist Bundesligist
Aufgrund der Beendigung des  Spielbetriebs und des freiwilligen Verzichts zweier Mitstreiter steht der Bundesligaaufstieg von Marco Hoffmann (Mitte) und  Zweitligameister BBC Münsterland fest.

Folglich hat der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) die einzig logische Entscheidung getroffen, den Ligaspielbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen, und die Saison für beendet erklärt. Da stellt sich die Frage, wie es für den BBC Münsterland als frisch gebackener Meister der zweiten Bundesliga Nord weitergeht.

Die Emsstädter hätten sich Ende März und Anfang April in Play-off-Spielen mit den Mainhattan Skywheelers aus Frankfurt um den Aufstieg in die Eliteliga duelliert. In diesem Fall wird dem Verband die Entscheidung nun abgenommen. Denn sowohl der RBC Köln 99ers als auch der RSV Salzburg, die in der zweiten Play-off-Paarung aufeinandergetroffen wären, haben bekundet, nicht aufsteigen zu wollen. Heißt im Klartext: Der BBC Münsterland wird in der näc

hsten Saison erstmals in seiner Geschichte in der ersten Bundesliga spielen.

 „Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir nach dem letzten Ligaspiel neben der Meisterschaft auch den Aufstieg gefeiert“, sagt Vereinschef Dietmar Fedde und ergänzt: „Wir haben uns auf die Playoffs gefreut und hätten unser Ziel gern auf sportlichem Weg erreicht. Aber den Spielbetrieb zu beenden, ist die einzig vernünftige Maßnahme. Es muss jetzt vordergründig darum gehen, so gut es geht, durch diese Krise zu kommen.“

Auch wenn die äußeren Umstände alles andere als ideal sind, können sie die Freude und den Stolz über die sportlichen Leistungen nicht komplett überdecken. „Das ist das mit Abstand erfolgreichste Jahr seit Bestehen unseres Vereins. Wir stehen super da wie noch nie. Die Mannschaft hat es hervorragend gemacht und den Aufstieg mehr als verdient“, betont Fedde.

Der BBC-Verantwortliche erklärt den vereinsinternen Trainingsbetrieb für eingestellt und kündigt an, in der nun langen Pause die Planungen für die erste Bundesliga voranzutreiben. Angesichts der noch nicht absehbaren Folgen durch die Corona-Krise dürfte das kein leichtes Unterfangen werden.

„Wir haben für das Erreichen unseres großen Ziels den ungünstigsten Zeitpunkt erwischt. Aber wir können es nicht ändern“, bringt es Dietmar Fedde auf den Punkt.

SOCIAL BOOKMARKS