BBC-Rollis wollen noch 17850 Euro finden
Dietmar Fedde hat beim Blick auf die Crowdfunding-Seite des BBC Münsterland im Internet noch kein Lächeln im Gesicht. Der Vorsitzende hofft aber, dass sich das bis zum 31. August ändert.

Pustekuchen. Auf der Tagung der Ersten Liga wurde neu abgestimmt. Sieben von zehn Vereinen waren dafür, doch zwei Absteiger auszuspielen. 

„Das ist für uns natürlich ein riesengroßer Nachteil“, weiß der BBC-Vorsitzende Dietmar Fedde. „Bei den anderen Clubs gibt es schon gewachsene Erstliga-Strukturen, die wir erst noch schaffen müssen.“ Eine Saison ohne Absteiger hätte den Warendorfer da natürlich perfekt ins Konzept gepasst. 

Nun ist aber von Beginn an Druck da, um nicht nach einem Jahr schon wieder abzusteigen. Ohne Verstärkungen ist das kaum machbar und die kosten Geld. Die Rede ist von zwei niederländischen Nationalspielern, die sofort kommen würden, so es denn finanzierbar wäre. 

Deshalb hat der BBC eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um bis zum 31. August 20 000 Euro zu generieren. Die lief in den ersten zwei Tagen mit 2000 eingesammelten Euros auch gut an, geriet dann aber ins Stocken. Aktuell sind es 2150 Euro, bis zum Ziel fehlen als noch satte 17 850. „Wenn wir die 20 000 nicht erreichen, dann bekommen alle ihr Geld zurück und wir sind wieder bei Null“, erklärt Fedde. Der Ligakonkurrent aus Elxleben hat so 80 000 Euro generiert, bei den Münsterländern scheint das System, zumindest bisher, nicht zu funktionieren. 

Dabei gibt es auf der Internetseite so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Natürlich sind Spenden in jeder Höhe möglich. Aber es können auch verschiedene Dinge gekauft werden. Ein Fan-Starter-Set mit BBC-Autogrammkarte, Sticker, Button und Flaschenöffner kostet beispielsweise 15 Euro. Ein T-Shirt ist für 25 Euro zu haben, ein vom Team unterschriebener Basketball für 55, ein Mund-Nasenschutz für 10. Selbst eine Handmassage vom Kapitän ist dabei (150 Euro). 

„Wir hoffen, dass wir das Geld noch irgendwie zusammenbekommen“, sagt Fedde. „Wir wissen, dass es gerade zurzeit schwer ist, Sponsorengelder zu generieren. Ohne diese, wird die Bundesliga aber nur ein kurzes Vergnügen sein.“ Getreu ihrem Motto „Wir gehen unseren Weg im Sitzen“ hofft der Verein, kurzfristig noch Unterstützer zu finden.

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