BSV-Monster krallt sich Liga-Verbleib
Bild: Rollié
Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Beckum feierte ausgelassen den Klassenerhalt.
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Die BSV hat am Sonntag dank eines 3:1 (0:1) gegen die spielstarke Reserve Preußen Münster ihre ganz persönliche Meisterschaft gefeiert – den Nichtabstieg.

Mentalitätsmonster, diesen Begriff hat Trainer Markus Klingen während der Saison geprägt, und auch nach dem Saisonfinale adelte er seine Elf ein weiteres Mal völlig zurecht mit dieser Bezeichnung.

Was die Platzherren gegen die Domstädter zustande brachten, war erneut eines dieser kleinen Fußballwunder, die man in Beckum so häufig in dieser Saison gesehen und genossen hat. Vorgetragen mit einer Leidenschaft, für die das Team ein Riesenkompliment verdient hat.

Dabei ist die Mannschaft mittlerweile gereift und wirkte gestern trotz des immensen Drucks, gewinnen zu müssen, enorm gefestigt. Selbst schlimmste Rückschläge steckte die Mannschaft klaglos weg und antwortete trotzig mit einer Energieleistung vom Feinsten.

Schon vor am Anpfiff musste Stammtorwart Damian Liesemann verletzt passen. Im Verlauf der Partie erwischte es Torjäger Oliver Cylkowski und Tobi Fuest. Beide mussten runter. Für Fuest war schon nach 16 Minuten beim Stande von 0:1 nach einem Traumtor von Münsters Luca Steinfeldt (15. Minute) Schluss. Cylkowski humpelte fast mit dem Pausenpfiff vom Platz.

Und was macht die BSV, was macht Klingen? Er bringt den jungen Milad Ghafori für Fuest – und ausgerechnet dieses Eigengewächs markiert nach einer Ecke von Mühacid Tunc das 1:1 (35.). Und auch das Aus von Oli Cylkowski wirft die Gastgeber nicht aus der Bahn. Im Gegenteil. In Hälfte zwei bekommt Beckum den Tabellendritten, der noch Aufstiegschancen hatte, immer besser in den Griff.

Dann folgt der nächste große Auftritt von Tunc. Sein Freistoß von der linken Seite (55.) schlägt im langen Eck ein: 2:1 für Beckum, das Spiel gedreht. Wahnsinn!

Damit aber nicht genug, denn in der 83. Minute folgt Ghaforis zweiter Streich. Eine Flanke von Daniel Dick drückt er zum 3:1 über die Linie. Jetzt gibt es kein Halten mehr: Spieler und Funktionsteam stürmen auf den Platz, begraben den jungen Mann unter sich und feiern den Liga-Erhalt.

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