BWS mit zwei Wirkungstreffern zum 2:2
Foto: Wegener
Auf Augenhöhe: Oliver Lindemann (links) traf für BW Sünninghausen zum späten, aber verdienten Ausgleich gegen Philip Drees und seine lange überlegenen Westfalen aus Liesborn.
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Schiedsrichter Andreas Schweier hatte soeben die Nachspieldauer von drei Minuten angezeigt, da startete BW Sünninghausen voller Verzweiflung einen letzten Angriff. Marcel Bluschke preschte über die linke Seite vor, seine Hereingabe fand den Weg zu Oliver Lindemann am langen Pfosten – und der vollendete zum 2:2. Die Hausherren jubelten, der Gast aus Liesborn war am Boden.

„Den haben wir erzwungen“

„Den haben wir erzwungen“, sagte Torschütze Lindemann kurz nach dem Abpfiff dieses packenden und impulsiven Derbys am ersten Spieltag der Bezirksliga. Tatsächlich hatte sich Sünninghausen diesen Ausgleich vollauf verdient, die zweite Hälfte ging ganz an die Blau-Weißen. Doch wenn sich Liesborn in Halbzeit eins ein kleines bisschen cleverer angestellt hätte, hätte dieses Spiel nie und nimmer noch solch eine Wendung genommen. „Zur Halbzeit müssen wir eigentlich 4:1 oder 5:1 führen“, stöhnte Elmar Kirsch, Trainer des SV Westfalen.

BWS neben der Spur

Seine Mannschaft erwischte einen Traumstart in diese Spielzeit. In der vierten Minute verpasste es Michael Rewer nach einer Hereingabe, den Ball zu klären – Nutznießer war Niclas Schramme, der lässig zum 0:1 traf. Nur eine Zeigerumdrehung später: Wieder war Sünninghausens Defensive nicht konzentriert genug, jetzt schlug Moritz Erdelt zu. Keine zehn Minuten waren im Nachbarschaftsduell gespielt – und BWS war komplett neben der Spur. Mit Elmar Kirsch als lautstarkem Anpeitscher an der Linie wollte Liesborn jetzt noch mehr. Die Gäste waren galliger, griffiger – und gefährlicher.

Mit dem Kopf zur Stelle

Abermals Erdelt (14.), dann Roman Nölle (17.) und Frederik Holtmann (30.) sowie später nochmal Schramme (40.) hätten für klare Verhältnisse sorgen können, wenn nicht sogar müssen. Stattdessen kam BW Sünninghausen durch eine Standardsituation zum Ausgleich: Nach einem Einwurf von der rechten Seite war Johannes Schlesinger per Kopf zur Stelle. Zwei Minuten vor der Pause war das ein Wirkungstreffer.

Liesborn hat kaum noch Luft zum Atmen

Denn die zuvor so verunsicherten Gastgeber hatten jetzt Oberwasser, während Liesborn kaum noch Luft zum Atmen bekam. Doch bis weit in die Schlussphase hinein blieb das Anrennen von Sünninghausen zu ungefährlich. Und wenn es doch mal brenzlig wurde, war Liesborns Torwart Laurenz Wittkampf zur Stelle. Tja, und dann kam die erste Minute der Nachspielzeit – und der zuvor glücklose Lindemann traf doch noch zum Ausgleich. „So macht es richtig Bock“, freute sich der Torschütze über sein Tor in diesem Auftakt der besonderen Art.

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