Barwinski verlässt LG Ahlen im Januar
Bild: Rollié
Wechsel zu einem Lauftreff in Brackwede. Jonas Barwinski wird sich im Januar aufgrund der Nähe zu seinem Studienort Bielefeld von der LG Ahlen in Richtung Ostwestfalen verändern.  
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 „Das ist sehr schade und tut uns auch weh“, sagt Ahlens Langstreckenguru und Trainer Ralf Gosda. „Aber nach dem Abitur ist der Aderlass der jungen Leute – nicht nur der Sportler – in Ahlen nun mal deutlich spürbar.“

Barwinski ist nach Steffen Baxheinrich, der vom LV Oelde zu Olympia Dortmund wechselt, also schon der zweite Topmann auf der Langstrecke, der die heimatlichen Gefilde verlässt. Während aber beim Oelder die intensiveren Trainingsmöglichkeiten ausschlaggebend waren, wechselt Barwinski eher aus Studiengründen. Seit dem Wintersemester ist der 20-Jährige nun in Bielefeld eingeschrieben und wird sich in Brackwede einem Lauftreff anschließen, um sich dort ortsnah zu verbessern.

„Wir haben natürlich Verständnis und wünschen ihm alles Beste“, sagt Gosda, der sich freut, Barwinski dann wenigstens noch beim Ahlener Wintercity-Lauf am Freitag, 15. Dezember, zu sehen. „Da wird er sich bestimmt noch ganz besonders anstrengen, unter die Top-Ten zu kommen“, erwartet Gosda eine Demonstration der Stärke beim vorerst letzten Auftritt daheim, ehe der junge Langstreckler noch einen Silvesterlauf im Trikot der LG Ahlen absolvieren wird.

Sorgen um den Läufernachwuchs, der Dauersieger Philipp Kaldewei vielleicht auch in Zukunft noch hetzen soll, macht man sich nicht. Neben der Nummer eins Amanuel Desale wird auch Jannis Rohden immer stärker, der längst die 36 Minuten auf zehn Kilometer laufen kann. Zudem setzt die LG auch Hoffnungen auf Leon Thiemann, dem man beim Citylauf durchs stimmungsvolle Ahlen einiges zutraut.

Nicht zuletzt beweist auch Theresa Hunkemöller ein erstaunliches Talent, obwohl sie erst seit Mai im Training steht. „Ich wage zu prophezeien, dass sie unter die ersten beiden schnellsten Frauen kommt. Die bauen wir jetzt alle für die zehn Kilometer auf“, sagt Gosda und meint nebenher den eigenen Sohn Jakob, der zwar auch spät angefangen hat, aber über die 400 und 800 Meter bereits großes Potenzial offenbart.

Also auch ohne Barwinski bleibt die LG Ahlen im Rennen um die Königsklasse im Kreis ein ernsthafter Kandidat und Philipp Kaldewei an den Hacken.

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