Beachtliche Bilanz für „Tippes“ Badmintonspieler
Bild: Nieländer
Eine zufriedene Bilanz zogen Friedrichsdorfs Badmintonspieler Sophie Steffen (v. l.), Björn Bennefeld, Simon Klaß, Melina Orth, Nils Rogge, und Leonie Zuber nach der deutschen Meisterschaft in Bielefeld.
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Sophie Steffen („Die Glocke“ berichtete) schmetterte sich in die zweite Runde und Leonie Zuber rechtfertigte ihre Wildcard im Doppel mit Nadine Rahmel nach einem Drei-Satz-Krimi in der zweiten Runde mit dem Erreichen der dritten Runde. Hier war allerdings gegen die an Nummer drei gesetzten Bundesligaspielerinnen Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Freystadt/BW Wittorf NMS) beim 5:12 und 14:21 Endstation.

 „Ich bin super zufrieden mit dem Abschneiden unserer fünf Spieler. Ich bin noch nicht einmal zwei Jahre beim TuS Friedrichsdorf und jetzt richtig angekommen. Auf den TuS zu setzen, war die richtige Entscheidung. Bei uns entwickelt sich richtig etwas. Wir haben eine gute Nachwuchsarbeit und mit Dennis Martin und Olga Volke zwei neue B-Trainer, die mich unterstützen“, freute sich Friedrichsdorfs Cheftrainer Björn Bennefeld, der gleichzeitig auch noch beim NRW-Verband als Trainer angestellt ist, über die Erfolge seiner Schützlinge.

„Für solch einen kleinen Verein ist es schon ein toller Erfolg, fünf Akteure bei einer deutschen Meisterschaft am Start zu haben“, erklärte Bennefeld. „Insbesondere in Bezug auf den Oberligaaufstieg ist es wichtig, hier etwas dazu zu lernen. In den höheren Ligen wird schneller und mit einer anderen Technik gespielt. Wenn man auf dem Level Stress bekommt, werden Fehler sofort bestraft“, erklärte Bennefeld.

Auch die ungewohnte Umgebung sah der TuS-Trainer als Fortbildung an. „Die Halle ist größer und höher und hat ein ganz anderes Licht. Hier kann man sich nicht an irgendwelchen Wänden orientieren“, schilderte Björn Bennefeld.

„Mit dem Einzug in die dritte Runde hab ich selber nicht gerechnet“, erklärte Leonie Zuber nach ihrem Drei-Satz-Krimi (21:16, 24:26, 22:20) gegen Nicole Bartsch/Maxi Stelter (SV Gutsmuth Jena/OTG Gera) überrascht. Im dritten Durchgang hatte die 23-jährige Friedrichsdorferin mit ihrer Bielefelder Partnerin Nadine Rahmel lange geführt, doch dann fanden die beiden Oberligaspielerinnen noch einmal ins Spiel zurück. Beim 18:18 glichen Bartsch/Stelter aus und gingen sogar mit 19:18 in Führung. Mit ihrer Abgeklärtheit drehten Zuber/Rahmel aber noch einmal das Spiel und setzten sich in der Verlängerung des dritten Satzes mit 22:20 durch. „Wir hatten ja nichts zu verlieren und konnten deshalb locker bleiben“, kommentierte Zuber ihre Nervenstärke in den entscheidenden Momenten. „Das Spiel war für beide anstrengend, weil die Gegner zu 85 Prozent runter gespielt haben, aber die beiden haben das durchgezogen“, zollte Bennefeld seinem Schützling einen großen Respekt.

Ungewohnte Licht- und Hallenverhältnisse

Chancenlos waren bei der Badminton-DM dagegen Nils Rogge (26 Jahee) und Simon Klaß (27) gegen die beiden Zweitligaspieler Hannes Gerberich (TSV Freystadt)/David Kramer (SG Schorndorf). Mit 10:21 und 13:21 unterlagen die beiden Friedrichsdorfer. „Wir haben ein paar Ballwechsel gebraucht, um ins Spiel zu finden. Die Lichtverhältnisse und die hohe Hallen waren ungewohnt. Die anderen haben unsere Fehler ausgenutzt. Die Punkte haben wir uns gut erarbeitet und wir hätten gerne den dritten Satz gespielt, da waren wir drin in Spiel“, erklärte Rogge nach dem Spiel nicht unzufrieden.

Zufrieden war auch Melina Orth. Die 24-jährige gebürtige Ahlenerin hatte mit ihrer Partnerin Lisa Spreemann (TV Lippstadt), mit der sie schon in Jugendzeiten zusammen spielte, mit Anika Dörr/Franziska Volkmann (TV Refrath/1. BC Bischmisheim) zwei Nationalspielerinnen zugelost bekommen. Eine Partie, die die Verbandsligaspielerin nicht gewinnen konnten. Im ersten Satz hielten Orth/Spreemann beim 15:21 noch mit, doch dann zogen die beiden Nationalspielerinnen das Tempo an und setzten sich im zweiten Durchgang mit 21:7 durch. „Gegen die beiden darf man verlieren. Der erste Satz war gut, doch dann haben Dörr/Volkmann eine Schüppe drauf gelegt“, zog Melina Ort nach ihrer ersten Senioren-DM ein durchweg positives Fazit.

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