Beckum schubst RWA an Rand der Blamage
Es wurde eng am Mittwoch: Beckums Lukas Noga (l.) gegen Ahlens Nico Niemeier.

 „Wir hatten Glück und einen riesen Rückhalt“, bedankt sich Ahlens Trainer Marco Antwerpen bei Fräulein Fortuna und Herrn Hinkerohe im Tor, die gemeinsam dafür gesorgt haben, dass der zwei Klassen höher Spielende mit Ach und Krach ins Kreisfinale (29. Mai in Walstedde) stolperte und nicht – wie verdient – eine erneute Pokalschmach erlitten hat.

 Dagegen durfte der moralische Gewinner zu Recht urteilen: „Hut ab vor meinem Team“, lobte ein etwas verkniffener Beckumer Trainer Ralf Eickelmann. „Das Tor kam psychologisch ungünstig, aber nach der Pause haben wir unsere Scheu abgelegt und hätten uns wenigstens die Verlängerung verdient.“

Alles richtig gesagt, nur nicht richtig gemacht, denn die Beckumer Gäste hätten die unkonzentrierten Ahlener glatt aus dem Wersestadion schießen können. „Herrjeh, wir passen uns dem Landesliga-Niveau an“, maulte RW-Manager Joachim Krug schon nach einer Viertelstunde, als deutlich wurde, dass seine Rotweißen mit der fahrigen Arroganz des Was-Kann-Uns-Schon-Passieren-Favoriten im Mittelfeld herumstocherten.

 Nur Beckums Hakenes hatte bis dahin aus der Distanz Hinkerohe geprüft. Von Ahlen, dem gegen die tief stehenden Beckumer nichts einfiel, kam wenig – nur eben das eine Tor, wie es eben oft so ist. Nach Nebi-Pass und Dahlhoffs Scheitern, verwandelte Birdir aus vier Metern zum 1:0 (44.). Als Ahlen auch es auch weiterhin ideenlos mit Fehlpässen, Ballverlusten und egoistischen Solo-Aktionen versuchte, kam die BSV immer mehr auf und schubste den Oberligisten wie letztes Jahr an den Rand der Vollblamage.

 Ein Lattentreffer von Hönicke änderte an diesem Gesamtbild gar nichts (86.). Davor und danach rettete Niemeier zuerst vor dem einschussbereiten Seiler (85.) und drei Minuten vor Ende Hinkerohe vor dem frei stehenden Zahorodnyj. Man hätte Beckum die Verlängerung gegönnt. Aber noch eine halbe Stunde länger musste das auch keiner sehen.

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