„Bei Carlos muss man zugreifen!“
„Enniger, ich komme!“ Mit Carlos Castilla als zukünftigem Trainer beim SuS erhält die Kreisliga A eine Aufwertung. Und glücklich sind sie sowieso alle über den Abschluss.

Es ist also fix: Carlos Castilla, ehemals Chef bei RW Ahlen, Roland und Beckum, will ab Sommer die Kreisliga rocken. Mit jungen, hungrigen Spielern, die sich beim SuS weiterentwickeln wollen.

 „Wir werden vermehrt auf junge Kicker setzen“, erklärt Castilla, der sich tierisch auf die neue Aufgabe freut. „Der Aufwand ist nicht allzu groß, das Umfeld ist familiär und ich möchte meine Erfahrung an die Jungs weitergeben“, so der 40-Jährige, dem die Pause nach dem Fiasko in Beckum vor zwei Jahren richtig gut tat.

„Ich brauchte die Auszeit“, erzählt Castilla, dem der Fußball fehlte. Das merkte auch seine Frau Isma. „Sie sagte zu mir, ich soll zusehen, dass ich von Zuhause wegkomme“, erzählt Castilla und muss schmunzeln. Gesagt, getan. Sehr zur Freude von Ennigers Abteilungsleiter Richter, der sich mit Castilla auf einen Zwei-Jahres-Vertrag einigte. „Die Verpflichtung von Carlos soll ein Signal an junge Spieler sein, sich bei uns weiterzuentwickeln und dem Ganzen einen Wiedererkennungswert zu geben“, will Richter Bodenständigkeit und ein geschlossenes Miteinander. „Wir wollen Jungs, die Spaß am Fußball haben und nicht aus finanziellen Aspekten bei uns kicken“, betont Richter, der nur eine wage Prognose gibt, wo Ennigers Reise hingehen soll.

„Schwer zu sagen“, grübelt Richter. „Mal gucken, was unser Carlos für eine Mannschaft zusammenstellt.“ Am Dienstagabend stellt sich der neue Trainer der Truppe vor. „Dann kümmere ich mich um einen Co-Trainer, spreche mit Spielern und Externen und gucken, was geht“, so Castilla. Oberes Tabellendrittel soll es dann aber schon werden im nächsten Jahr. „Wir geben dem Trainer Zeit und schauen, was dabei herumkommt“, ist Richter aus dem Häuschen, „solch einen Glücksgriff“ getan zu haben.

Wobei da noch eine Sache wäre: „Wenn sich Carlos jetzt noch unseren Alten Herren anschließt, dann bin ich zu 1000 Prozent zufrieden.“

Den Kommentar dazu lesen Sie in der Glocke am Dienstag

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