Bei RW Ahlen kreist der Hammer
Bild: Stiemke
Einfach kein Benehmen: RW Ahlens Anhänger fielen mit Pyrotechnik und Provokationen mal wieder unangenehm auf.
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 „Wir haben ja noch nicht mal schön gespielt!“, wettert der Trainer und kündigt Montag noch für einen entspannten Trainingsabend an: „Und heute Abend kreist der Hammer.“

Was aber hat Antwerpen für Möglichkeiten, Druck auszuüben? Wo gute Worte nicht helfen, tut’s vielleicht die nächste Aufstellung. Wenn es Sonntag zuhause gegen den Liga-Letzten Neuenkirchen geht, will Antwerpen seine Stammelf richtig durcheinander wirbeln. So rund vier Positionen könnten mindestens neu besetzt werden; die, die leider „nicht verstanden haben, was wir wollen“, dürfen dann eine Kreativpause einlegen. A-Jugendliche könnten die Löcher stopfen, auch auf den Co-Trainer Carlos Castilla könnte die erste 90-Minuten-Einheit zukommen. Mit der Kritik auch an seinen Führungsspielern hat Antwerpen volle Unterstützung bei seinem Manager.

 Joachim Krug redet zum Beispiel Faysel Khmiri ins Gewissen: „Manchmal glaubt er er sei der größte Spielgestalter der Liga, dabei hat er seine besten Momente über Kampf und Aggression. Er ist wichtig für uns, aber sollte sich an seine Grundtugenden halten, sonst geht der Schuss nach hinten los“, sagt Krug und fügt an: „Das gilt aber auch für andere.“

Während der Manager aber immer noch entspannt aus der zweiten Reihe Mut macht: „Wenn wir Sonntag auf 19 Punkte kommen, haben wir früh schon die Hälfte gegen den Abstieg eingefahren. Das wäre riesig“, wirkt der Trainer angespannter. Antwerpen steht schließlich in Reihe eins und verantwortet die sporttreibende Abteilung. „Das lassen wir uns nicht gefallen“, grummel er weiter über die Einstellungsprobleme einiger Jungs. Zuckerbrot war gestern. Jetzt muss es wohl die Peitsche tun.

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