Beim Looping nicht aus Wagen kippen
Harte Arbeit in der Abwehr:  Aldin Kljaji fegt einmal untenrum dranlang.

 Denn in der Achterbahn „Regionalliga“, in der noch jeder jeden aus dem Wagen kippen kann, soll es in Wuppertal nach der letzten Talfahrt wieder steil gehen. „Weitermachen!“, will Onisemiuc die Bremse lösen und im Stadion am Zoo endlich wieder Tempo aufnehmen.

 Ausgerechnet! Denn der starke Aufsteiger rast den Ahlenern am Samstag mit Schmackes entgegen. „Die werden extrem aggressiv nach vorne spielen. Das wird spannend“, weiß der Trainer, was da für ein Express auf seine Jungs zuwalzt. Nach drei Remis setzte es letztes Wochenende mit dem 2:1 in Rödinghausen den ersten Saisonsieg, und jetzt will das noch ungeschlagene Wuppertal am liebsten gar nicht mehr aufhören mit der Gewinnerei. Fühlt sich zu gut an.

 Es scheint so, als ob das die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für einen Ahlener Erfolg wären, denn die können wohl bislang nur versuchen standzuhalten. „Wir tun alles in Rahmen unserer taktischen Möglichkeiten“, sagt der Trainer. „Aber wir haben eventuell mehr defensive als offensive Spieler auf dem Platz.“

Cihan Yilmaz mit seiner Wadenprellung und Max Machtemes mit Kniekehlen-Problemen gehen – wenn überhaupt – angeschlagen ins Spiel, dazu kein Wassinger und kein Karaca; da darf man sich schon Sorgen um den nötigen Gegendruck machen. Der auch noch Bestand haben muss, denn die hoch ambitionierten Gastgeber haben mindestens drei Lungen: in drei Spielen fielen die entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit, also Bummelzug ist beim dem Wuppertaler Bleifuß nicht vorgesehen.

 „Wenn wir die Führung machen, wachsen alle, wenn wir in Rückstand geraten, haben alle Blei in den Beinen“, ist Onisemiuc vor allem als Motivator gefordert. „Unsere Körpersprache muss eine andere werden“, sagt er. Also stehenbleiben, wenn Wuppertal Looping fährt und nicht beim ersten Überschlag aus dem Wagen kippen, das wäre doch mal ein Anfang.

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