Beim VfL wird auch ohne Ball trainiert
Bild: Brandt
Hoch hinaus geht es für Handballerinnen des VfL Sassenberg. In der kommenden Saison spielen die Damen in der Verbandsliga. Das Bild zeigt Carina Zumbrink (r. VfL Sassenberg) gegen Jessica Bruland (Ahlener SG).
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Trainer Daniel Haßmann (Bild) macht sich derzeit viele Gedanken, wie und wann er seine Mädels auf die neue Herausforderung Verbandsliga vorbereiten kann. Ab dem 30. Mai ist wieder Kontaktsport in NRW erlaubt, aber „in unserem Fall nicht möglich, da uns konkrete Informationen seitens der Stadt Sassenberg und des Westfälischen Handballverbands fehlen“, erläutert der Übungsleiter, der den Beginn des Mannschaftstrainings auf Juni schätzt.

Haßmann hofft auf Politik

Den Einsatz, den seine Mädels in der vergangenen Saison in Landesliga mit ihren 13 gewonnenen Partien am Stück gezeigt haben, den wünscht sich Haßmann von der örtlichen Politik. „Sie entscheidet, wann wir wieder in die Herxfeldhalle dürfen. Wenn die Kommunen den lokalen Sport nicht finanziell und strukturell unterstützen, dann wird der Breitensport im Ort nicht überleben“, fürchtet der VfL-Trainer.

Nun ist Flexibilität im Training gefragt. Hierbei schwört Daniel Haßmann auf neue Fitness-Technologien: Der 18-köpfige Kader hält sich mithilfe einer App in Form. „Unser Trainer hat uns Ziele mitgeteilt, die wir als Team gemeinschaftlich innerhalb einer bestimmten Zeit erfüllen müssen“, erklärt Mannschaftskapitänin Hanna Klünker.

„Alle ziehen zu 100 Prozent mit“

Beispiel gefällig? Innerhalb von neun Tagen sollen die Handballerinnen gemeinsam eine Strecke von 200 Kilometern laufen und darüber hinaus eine Distanz von 500 Kilometern mit dem Fahrrad zurücklegen. Sorge, dass die ein oder andere ihre Mitspielerinnen bei den Übungen im Stich lassen, hat Haßmann nicht – denn „alle ziehen zu 100 Prozent mit.“

Körperliche Fitness ist dem Trainer sehr wichtig. Dass das Spiel mit Ball für die Damen zu kurz kommt, findet Haßmann nicht besonders schlimm. Vor der Corona-Pandemie wurde beim Training überwiegend auf Übungen ohne Ball gesetzt. Und wenn es wieder auf die Platte geht, dann „kommt das Ballgefühl nach drei Wochen wieder zurück“, ist der VfL-Trainer von seinem Team überzeugt.

Verbandsliga verzeiht kein „Larifari“

Die Vorfreude auf Verbandsliga-Handball ist trotz Corona in Sassenberg ungebrochen. „Es wird ein tolles Erlebnis sein, für das wir in der Vergangenheit hart gearbeitet haben“, weiß Daniel Haßmann, der den Saisonstart auf September tippt. Dass sich seine Mädels in der nächsthöheren Spielklasse nicht zu verstecken brauchen, davon ist der Übungsleiter überzeugt. Zwischen Landes- und Verbandsliga tut sich seiner Ansicht nach spielerisch nicht viel.

Doch er warnt, die neue Herausforderung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „In der Verbandsliga werden kleine Aussetzer sofort bestraft. Larifari dürfen wir uns nicht erlauben.“ Der größte Trumpf der Sassenbergerinnen ist der Zusammenhalt. Zudem ist der Kader aus der Vorsaison zusammengeblieben. Unterstützt werden die Damen von Altmeisterin Verena Haßmann und dem Nachwuchstalent Malin Arenbeck.



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