Beleg für verschiedene Perspektiven
Bild: Schumacher
Sinnbildlich: Während Mastholtes Hogir Yadel (v. l.) ratlos ins Leere starrt, bejubeln die Wiedenbrücker Marco Pollmann, Jannis Karantzidis und Julian Linnemann eines ihrer vier Tore.
Bild: Schumacher

In der Tabelle trennen RWM und SCW II nach diesem siebten Spieltag nur zwei Plätze und zwei Punkte, doch die Stimmungslage und Perspektive der Nachbarn könnte unterschiedlicher kaum sein. Während sich Wiedenbrück nach dem Stotterstart nach oben pirscht, geht die Tendenz in Mastholte eher in Richtung graues Mittelmaß. Zu dieser Prognose führt nicht allein das eindeutige Resultat in diesem Heimspiel, sondern auch und vor allem der harm- und leidenschaftslose Auftritt im strömenden Regen. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug, haben die Zweikämpfe nicht richtig angenommen. Dadurch haben wir das Spiel hergeschenkt“, fasste Mastholtes Co-Trainer Wilfried Kückelheim, der den urlaubenden Heinz Gockel vertrat, das Geschehen treffend zusammen.

4:1 keine Ehrenrettung

Nur eine Chance hatte RWM im ersten Durchgang – und diese war nicht einmal selbst herausgespielt, sondern resultierte aus einem verunglückten Rückpass, den Wiedenbrücks Schlussmann Pascal Müller noch von der Linie kratzte (45.). Erst in der zweiten Halbzeit wurde Mastholte aktiver und offensiv zielstrebiger, zu diesem Zeitpunkt war die Partie jedoch schon längst verloren. Diego Bortolozzo (3.), Marco Pollmann (13.) sowie Iwan Dirksen (38.) brachten den starken und schwer effektiven SCW bereits zur Pause mit 3:0 in Front, unmittelbar nach dem Seitenwechsel legte Philipp Dieckmann zum 4:0 nach. Die schicke Direktabnahme von Jeffrey Gerken zum 4:1 (57.) taugte nur bedingt zur Mastholter Ehrenrettung.

Weitere Hintergründe zum Sieg des SC Wiedenbrück II bei RW Mastholte lesen Sie am Montag, 24. September, in der „Glocke“.

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