Besten Ideen kommen Bertow im Strandkorb
Zwei Neuzugänge bei der Ahlener SG? Trainer Sascha Bertow bringt die Pappkameraden zum Abwehrtraining schon in Stellung.

„Im Strandkorb kommen mir viele neue Ideen. Das finden die Jungs nicht immer witzig“, schmunzelt Sascha Bertow, der grade zwar mit Familie Urlaub auf der Ostsee-Insel Hiddensee macht, aber in Gedanken immer mal wieder abschweift und dann Gewichte sieht, keuchende Handballer an Gummiseilen oder unterhaltsame Dauerläufe bis der Schweiß ausgeht.

 Am 20. Juli beginnt für die Handballer der Ahlener SG die Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison, und dann will Bertow seinen Spielern auch was Gutes bieten. „Die Details und Kleinigkeiten arbeite ich gerne hier schon aus“, sagt er und macht sich jeden Tag Notizen. Wenn es also wieder losgeht, steht die Planung schon. Eingeschlossen der 14-Mann-Kader plus Ergänzungsspieler, die drei Tage Mannschaftsfahrt nach Winterberg und – das ist neu – auf Einladung auch ein Trainingslager in Ahlens Partnerstadt Differdingen (Luxemburg). Aber eben auch jeden Tag drei Stunden Vollgas und gerade mal sechs freien Tagen bis zum Auftakt am ersten September-Wochenende.

Und all das, ohne überhaupt zu wissen, wohin die Reise gehen könnte. „Die Oberliga wird diese Saison noch einmal etwas stärker“, ist sich Bertow sicher, der eine Voraussage deshalb nicht treffen will. „Mittelfristig soll’s mal die 3. Liga werden, klar. Aber ich kann nur ein Ziel formulieren: unter die ersten Fünf.“

Da ist der Aufstiegstraum bei der Reserve in der Landesliga schon deutlicher. Die wird mit den Optionsspielern wie Harbaum, Cervenka oder Zyska und A-Jugendlichen weiter gestärkt und darf sich gern die Verbandsliga vornehmen, auch weil Bertow dann endlich U 23-Spieler problemlos in erster und zweiter Garde einsetzen könnte. Mit den Zugängen Ferdi Hümmecke, der am Kreis gleich Björn Wiegers Konkurrenz machen darf, dem A-Jugendlichen Niklas Seifert und Torwart Andreas Tesch sind sie dann auch komplett.

Na ja, fast, den leidigen Linkshänder für Halbrechts, den sucht Bertow schon seit November – bislang vergeblich. „Die kosten oft eben viel Geld, nur weil sie Linkshänder sind“, weiß der Trainer und sucht weiter nach finanziell und menschlich machbaren Alternativen. Ob ihm am Strand von Hiddensee noch so eine in den nächsten Tagen über den Weg läuft, ist aber eher unwahrscheinlich.

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