„Bin besser als Gurkentrainer Schrank!“
Klare Ansage von Ahlens Leitwolf: Cihan Yilmaz traut sich zu, die Mannschaft zu übernehmen. Ob ihn die Vereinsleitung lässt, ist indes eher fraglich – er ist als Spieler zu wichtig.

 Cihan Yilmaz, seit 2015 Führungsspieler, meint „Ja“. Und damit auch sich selbst. „Ich würde das machen“, sagt der 35-Jährige. „Immer noch besser als noch so einen Gurkentrainer wie Michael Schrank.“

Der ehemalige Übungsleiter, der Mitte September unvermittelt die Brocken hinschmiss, war laut Yilmaz die Wurzel allen Übels. „Unglaublich, dass wir mit Schrank in die Saison gehen mussten“, schüttelt er den Kopf. „Er war der schlechteste Trainer meiner ganzen Karriere“, kritisiert Yilmaz eine „katastrophale Vorbereitung“, ein verstaubtes Training nach „Klaus Fischer-Methoden“ und „Angsthasenfußball“, der nun unter Interim Angelo Daut kaum zu reparieren sei.

„Schrank wollte mich weghaben, aber ich häng mit dem Herzen an dem Verein. Ich lass’ mich nicht abschieben“, hat er zwar die Kapitänsbinde abgegeben, aber trotzig weitergemacht. Und er hat Schrank überlebt.

 Nun ist Zeit, sich wieder zu engagieren. „Die Spieler kommen zu mir und fragen, warum ich das nicht mache“, verrät Yilmaz, dass ihm Routiniers wie Kara, Mützel oder Fiore den Posten zutrauen. Wobei das scheinbar nicht das Problem ist.

„Yilmaz hat Anwandlungen, den Job zu übernehmen“, sagt Manager Joachim Krug. „Aber wir brauchen ihn als Leitwolf auf dem Platz.“ Tja, und den Spielertrainer schließt auch Yilmaz aus, der erfolgreich die U 12 von Westfalia Herne mit seinen Zwillingen im Team trainiert. „Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, will er das Team lieber ganz von der Seitenlinie betreuen.

 Eine Mannschaft übrigens, die er in Schutz nimmt. „Wir sind nicht schwierig, wir haben tolle Kameradschaft und eine gute Mischung von alt und jung. Charakterköpfe sind wichtig, keine Luschen“, betont Yilmaz und fordert: „Wer als Trainer mit unserer Qualität nicht unter die ersten Fünf kommt, ist gescheitert.“

Ob nun er oder doch ein anderer das schafft, ist unerheblich. „Wichtig ist, dass der Verein uns Spieler ’mal informiert: Wo stehen wir, wann kommt ein neuer Trainer, wie lange bleibt Daut. Wir gehen in die Spiele und wissen von nichts“, fordert Yilmaz Klarheit. So wie der Verein Klarheit von ihm hat: Angebot steht!

Was dazu der Ex-Trainer Michael Schrank sagt und andere Meinungen lesen Sie in der Glocke am Dienstag.

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