Bitter: WSU steigt in die Kreisliga A ab
Bild: Havelt
Enttäuschung pur: Niklas Fromme, Laurence Wacker, Stefan Schmidt, Julian Gösling, Philipp Grothues, Henry Fischer, Tobias Schwienhorst, Lasse Burchardt, Loris Theres, Jonas Weißen und Thomas Wilmer (v. l.) waren nach dem Abpfiff am Boden zerstört.
Bild: Havelt

Die WSU machte ihre Hausaufgaben vor über 200 Zuschauern und bezwang Drensteinfurt mit 5:0 (3:0). Es brauchte dann noch Schützenhilfe des TuS Lohauserholz, der in Ennigerloh lange führte und dann am Ende doch noch das 2:2 kassierte. So rettete sich Ennigerloh mit einem Punkt Vorsprung und die WSU muss den bitteren Gang in die Kreisliga antreten, aus der der Vorgängerverein SV 1963 in die Bezirksliga aufgestiegen war.

Es war ein absolutes Drama. Kurz vor dem Abpfiff in Warendorf fiel in Ennigerloh der Ausgleich. Es blieb dann noch eine Viertelstunde, in der die Emsstädter – auf Lohauserholz hoffend – fast reglos auf dem Boden saßen. Dann war das Spiel auf dem anderen Platz vorbei und auch der letzte Funke Hoffnung war erloschen.

Da nutzte auch der klare Erfolg durch Tore von Jonas Weißen (10., 64.), Fabian Schütte (32.), Lasse Burchardt (33.) und Tobias Schwienhorst (63.) nichts mehr.

Tief enttäuscht blieben die Warendorfer noch lange auf dem Platz liegen. Da half auch kein Trost vom Sportlichen Leiter Ralf Sennhenn oder den Trainern Christian Gerdhenrich und Axel Theres. Zu tief saß der Schmerz nach einer dann letztlich doch ungekrönten Aufholjagd.

„Das ist für uns alle eine riesengroße Enttäuschung. Ich mache den Spielern aber keinen Vorwurf, die haben in den vergangenen Monaten alles aus sich herausgeholt“, sagte Sennhenn, der gleich ankündigte, dass der Kader mit ein oder zwei ausnahmen in der kommenden Saison zusammenbleiben wird. „Ein Punkt nach zwölf Spieltagen, diese Hypothek war zu hoch.“ Die WSU stieg tatsächlich schon im ersten Drittel der Saison ab und stand nie auf einem Nichtabstiegsplatz.

 „Bitterer kann man nicht absteigen, da alles lange gut für uns aussah“, rang Gerdhenrich, dem die letzten Minuten in Ennigerloh sogar live per Telefon kommentiert wurden, nach Fassung. „Es tut mit leid für die Jungs, aber wir konnten eben auf den anderen Platz keinen Einfluss nehmen.“

Das Ziel für die WSU kann nun nur sein, sich zu schütteln, den „Betriebsunfall“ abzuhaken und den direkten Wiederaufstieg im nächsten Jahr zu realisieren.

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