Blamable Schlappe  gegen HSG Wetzlar
Stark an alter Wirkungsstätte: Mario Clößner (Bild) war mit Chen Pomeranz bester Gäste-Werfer.

 „Uns haben die Basics gefehlt, Kampf und Leidenschaft kriegen wir nur bedingt hin. Vielleicht ist das auch eine Frage der Qualität“, war der HSG-Trainer zur schonungslosen Kritik an seinem Team übergegangen. Und Geschäftsführer Franz Dressel ergänzte, dass „wir vor dem Spiel noch an eine Überraschung geglaubt haben. Warum das bei der Mannschaft nicht angekommen ist, kann ich nicht sagen.“ Unter dem Strich blieb eine Vorstellung des Aufsteigers, über die sich alle Beteiligten im HSG-Dress in ihrem Urteil einig waren wie nie zuvor: Das war unterirdisch.

Blanke Konfusion

15 Minuten lang hatte sich der Gast noch Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen dürfen – weil auch der Gastgeber von Coach Gennadij Chalepo zunächst nicht auf der Höhe war. Doch nachdem sich Rechtsaußen Mark Schmetz bei einer Abwehraktion gegen Wetzlars Peter Jungwirth die Rote Karte eingehandelt hatte (15.), herrschte bei den Gästen nur noch blanke Konfusion. 5:7 stand es zu diesem Zeitpunkt, danach gelangen Ahlen-Hamm bis zur 28. Minute nur noch zwei Treffer zum 7:14-Zwischenstand. Und auch zur Pause war der Rückstand beim 9:16 noch immens. Die böse Überraschung war perfekt. Den keineswegs überragenden Wetzlarern reichte es vor 3 433 Zuschauern, ihren Streifen durchzuspielen, um die Gäste in Schach zu halten. 

 

Nur ein kleines Zwischenhoch

Nach dem Wechsel flammte dann doch einmal kurzzeitig die Hoffnung bei den mitgereisten Fans auf. Rothenpieler ließ sein Team nun sehr offensiv decken, und im Angriff hatte er auf zwei Kreisläufer umgestellt – auch, weil Hólmgeirsson in Durchgang zwei komplett ausfiel. Die Maßnahme sorgte für zwischenzeitliche Verwirrung bei den Gastgebern, die die Ahlen-Hammer bis auf 20:16 herankommen lassen mussten (41.). Doch das Aufbäumen des Aufsteigers blieb ein Strohfeuer, weil sich Wetzlar schnell auf die neue Situation einstellte.

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