Blitz und Donner VOR dem Gewitter
Torschütze und Triumphator: Bilal Abdallah feiert das 2:2 in letzter Minute gegen Herne.

Da brummelte es tatsächlich schon obenrum, aber der Ahlener Blitz, der schlug dann doch noch untenrum ein. 90+2 Minuten – Lindner bereitet vor, und Grodowski hält scharf vor Hernes Torwart unerschrocken den Kopf hin. 2:2, Punkt gerettet gegen Westfalia Herne. „Puh, das war kurz vorm Zusammenprall“, grinst Ahlens „Sechser“ im Kabinengang, während sich draußen jetzt richtig das erste Frühlingsgewitter austobt. Abbruch? Nein, nicht so lange Hoffnung ist.

Und die war so kurz vor dem Unwetter eigentlich schon erschöpft. Denn das personell gebeutelte RW Ahlen begann zwar wie die Feuerwehr, vergaß aber, das Herner Feuer frühzeitig zu löschen. Abdallah hatte die Gastgeber nach Zengins Pass schon nach einer Viertelstunde in Führung gebracht.

In der Ahlener Drangphase scheiterte noch Grodowski an Hernes Keeper Königs, Nieddu aus der Distanz, und ein vom Ball überraschter Karaca traf vor dem leeren Tor nur den Pfosten (19.). „Wir hätten längst 2:0 führen müssen“, grummelte Schrank mit dem nahenden Gewitter um die Wette. Wie so oft also.

 Und wie so oft kam der Gegner Herne nun immer besser auf, während Ahlen langsam müde wurde. Der routinierte Maurice Kühn setzte mit seinem Schlenzer an den Innenpfosten den ersten Warnschuss ab und legte mit dem 1:1 per Freistoß gegen eine im Boden festgenagelten Ahlener Mauer nach 30 Minuten nach. „Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, erklärte Grodowski, den totalen Rückzug, der nun folgte.

Allein Mustapha verzeichnete noch einen Kopfball ans Aluminium, davor hatte Kühn schon mit seinem zweiten Streich zum 2:1 für Trainer Knappmanns Westfalia nachgelegt (50.). Und RW Ahlen schien der nächsten – insgesamt unverdienten – Niederlage entgegenzusteuern.

Hernes Legat zirkelte gegen Ahlener, die ihren Biss verloren hatten, das Leder erneut an den Pfosten (79.), unverzeihlich, wenn man weiß, was doch noch kam: Nachspielzeit, ein verspätetes Gewitter und mit Florian Exner ein Unparteiischer, der sich nicht von irgendwelchen Trainern reinreden lässt.

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