Bloß nicht Bange machen vor dem BVB
Bild: Bremehr
Noch kein Leistungsträger: Geduld ist bei Wiedenbrücks prominentem Winter-Neuzugang Daniel Brinkmann gefragt.
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Es gehört zu seinen Lieblingsphrasen. Um die Teams in der Abstiegszone auf Distanz zu halten, müsse man kontinuierlich punkten, predigt Alfons Beckstedde immer und immer wieder. Doch genau daran hapert es momentan: Seit dem 2:1 in Düsseldorf im November hat sein SC Wiedenbrück in der Regionalliga nicht mehr gewonnen, zuletzt gab es bloß ein 1:1 gegen Verl und ein 1:3 in Aachen. Und ausgerechnet jetzt kommt mit der U 23 von Borussia Dortmund ein Titelkandidat ins Jahnstadion. Mit Blick auf Gegner und Tabelle könnte man also durchaus wackelige Beine bekommen.

„Ich hab‘ richtig Bock“

Nicht so „Ali“ Beckstedde: „Das ist doch ein absolutes Highlight für uns. Ich hab‘ richtig Bock auf dieses Spiel“, sagt der Trainer, der auf seiner Abschiedstournee am liebsten jeden Gegner nochmal so richtig ärgern würde. Stellt sich bloß die Frage, ob sich seine Mannen gegen den Tabellendritten BVB von diesem Feuereifer anstecken lassen. Immerhin: Zuletzt in Aachen zeigte der SCW im Vergleich zum Derby gegen Verl eine klar erkennbare Steigerung, auch wenn hinten raus dann doch Kraft und Qualität fehlten, um Zählbares vom Tivoli zu entführen. Das lag auch daran, dass Neuzugang Daniel Brinkmann dem Team nach seiner Einwechslung nicht die erhoffte Stabilität verlieh und stattdessen sogar einen entscheidenden Fehler beging. „Er hat vorher lange nicht gespielt und braucht noch Zeit. Wir können in unserer Situation ja auch keine Experimente eingehen“, erklärt Beckstedde.

SC Verl hofft auf eine Reaktion

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga erwartet den Sport-Club Verl an diesem Samstag eine pikante Herausforderung. Beim aktuell Viertplatzierten, dem Aufsteiger Wuppertaler SV, muss das Team von Trainer Andreas Golombek antreten. Anstoß ist um 14 Uhr. Die Voraussetzungen auf beiden Seiten könnten kaum unterschiedlicher sein. Gastgeber Wuppertal strotzt nach drei Siegen im neuen Jahr geradezu vor Selbstvertrauen, das Team von der Poststraße musste dagegen in der zurückliegenden Woche zwei Negativerlebnisse verdauen.

Gegen Paderborn immerhin stabiler

Keine Frage, die 0:1-Niederlage vor Wochenfrist gegen Bonn war kurios und bitter zugleich. Bereits nach 20 Sekunden war der Sport-Club nach einem Eigentor von Schlussmann Robin Brüseke bezwungen und fand nach diesem Schockerlebnis in der Folgezeit keinen Zugriff mehr zu Ball und Gegner. Stabiler, wenn auch nicht erfolgreicher, präsentierte sich das SCV-Team bei der 0:1-Niederlage im Westfalenpokal unter der Woche bei Drittligist SC Paderborn. Immerhin deutete das Team um Kapitän Julian Schmidt an, dass es durchaus zurückschlagen kann, wenngleich der Ex-Ahlener Gianluca Marzullo die große Chance zum Ausgleich vergab.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Wiedenbrück und SC Verl am 23. Spieltag der Fußball-Regionalliga lesen Sie am Samstag, 4. März, in der „Glocke“.

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