Bollmann: „Familie ist mein Hobby“
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Markus Bollmans (r.) Erfahrung ist gefragt. Über den SC Paderborn und Arminia Bielefeld gelangte der in Beckum aufgewachsene Verteidiger zum MSV Duisburg. Derzeit kuriert Bollmann eine Leistenverletzung aus und fiebert seiner Rückkehr auf den Platz entgegen.  
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Aktuell verbringt Markus Bollmann den Tag jedoch nicht mehr an einer Spielekonsole. „Die Hobbys haben sich geändert, mittlerweile ist die Familie mein Hobby“ sagt der Vater eines vierjährigen Sohnes. Im Sommer erwartet seine Frau Kristina eine Tochter. Mit dem ehemaligen Kämpfertyp Matthias Sammer kann sich der 31-Jährige zwar „immer noch gut identifizieren, echte Vorbilder hat man in meinem Alter aber nicht mehr“.

In diesen Tagen ist wieder einmal der Kämpfer in Bollmann gefragt. Fünf bis Sechs Stunden pro Tag schindet sich der Verteidiger des MSV Duisburg in der Reha. Eine Adduktorenverletzung hatte ihn im Spiel gegen den Karlsruher SC Anfang Dezember aus der Bahn geworfen. Dabei lief es gerade erst rund: Nach dem Trainerwechsel von Milan Sasic zu Oliver Reck spielte Bollmann endlich häufiger, insgesamt kommt er in dieser Saison trotzdem erst auf neun Einsätze in der zweiten Bundesliga. Dazu kommt das schlechte Abschneiden der ganzen Mannschaft – der MSV ist mittendrin im Abstiegskampf. Bollmann ist trotz seiner Verletzung wichtiger Bestandteil des Teams.

 „Klar kommen die jüngeren Spieler oft zu mir, ich versuche dann Tipps zu geben“, spricht er das junge Durchschnittsalter im Kader an. Helfen, Tipps geben, bescheiden bleiben – das scheint typisch für den Ex-Beckumer. Mit 19 Jahren wechselte er zum SC Paderborn 07, sechs Jahre später ging’s zu Arminia Bielefeld. Von hier wechselte er im vergangenen Sommer nach Duisburg. Überall hat er noch Bekannte. Unter anderem besucht er oft die Schwiegereltern in der Püttstadt.

Telefonisch hält er Kontakt zum ehemaligen Beckumer Mitspieler und früheren Hoetmarer Trainer André Schmidt. Auch Benjamin Hoffmann, ebenfalls vormaliger Spieler der Beckumer SV, gehört noch zu seinen Freunden. Ein Typ für große Experimente ist Bollmann hingegen nicht. „Natürlich will man hoch als Fußballer“, sagt er und hofft auf erfolgreichere Zeiten in Duisburg. Ein Wechsel ins Ausland wäre „aber gar kein Thema“. Die Familie geht für ihn schließlich über alles.

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