Bonan steigt beim FCG zum Saisonende aus
Seinen Vertrag beim FCG verlängert Trainer Heiko Bonan (l.) nicht, Präsident André Niermann hofft, vielleicht nächste Woche schon einen Nachfolger präsentieren zu können. Bild: Dünhölter

 Zum einen der „Riesenaufwand“, denn der 50-Jährige wohnt in Brakel. Maßgeblicher für den Entschluss dürfte allerdings etwas anderes sein. „Gemeinsam mit Dirk van der Ven bin ich im Oktober 2014 beim FCG angetreten, um hier etwas zu entwickeln. Aber in dieser Zeit hat sich nichts getan. Auf Dauer ist das frustierend“, spielt der Ex-Profi damit auf den permanenten finanziellen Überlebenskampf des Vereins an, der eine Entwicklung in allen Bereichen mit positiver Perspektive gleich im Keim erstickt.

Angesichts der weiterhin knappen Kassen dürfte der FC Gütersloh aktuell einer der wenigen Vereine sein, der noch keine Vertragsgespräche für die kommende Spielzeit führt. Um so erstaunlicher ist die positive Entwicklung, die die Mannschaft in jüngster Zeit wieder genommen hat.

Das Duo Bonan/van der Ven folgte im Herbst 2014 auf Holger Wortmann, der zuvor mit dem Team in der Oberliga von einer Pleite in die andere gestolpert war. Mit dem neuem Trainergespann kehrte der Erfolg schlagartig zurück. Seit dem Abschied von Dirk van der Ven betreut Bonan das Team nun gemeinsam mit Ufuk Basdas.

Auch wenn Heiko Bonan bei den Güterslohern die Begeisterung für den FCG vermisst, so ist er sicher, dass der Verein trotz seiner aktuellen Probleme einen Nachfolger für ihn finden wird. Bonan: „Es wird immer Trainer geben, die beim FCG arbeiten wollen. Und auch eine Mannschaft wird dieser Verein auf die Beine stellen können.“ Fraglich nur, für welche Liga.

Vereinsboss André Niermann wollte vor einigen Tagen den Rückzug in untere Ligen nicht ausschließen, sofern sich keine neuen Geldgeber fänden. „Wenn die erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt, wird es den FCG bestimmt nicht mehr lange geben“, ist Heiko Bonan allerdings überzeugt, dass dann angesichts der örtlichen höherklassigen Konkurrenz der FC Gütersloh in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würde.

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