Bonan trotz Sieg nicht zufrieden
Bild: Martinschledde
Nur eine halbe Stunde überzeugten Lukas Krause (vorne) und seine Spexarder Teamkollegen ihren Trainer, denn dann spielte sich der FC Gütersloh mehr in den Vordergrund.
Bild: Martinschledde

 „Die erste halbe Stunde hat gepasst“, analysierte Taverna. Dann aber hätte sich sein Westfalenligist auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Bruder-Konrad-Straße durch individuelle Fehler selber auf die Verliererstraße gebracht. Philip Kunde erzielte bereits in der zweiten Minute nach einem Diagonalpass das 1:0 für Spexard.

„In Rückstand mussten wir einen Riesenaufwand betreiben“, missfiel Heiko Bonan vor allem die Einstellung bei so manchem Oberligaspieler in der Anfangsphase. „Gegen höherklassige Teams wie Arminia Bielefeld stimmt die Motivation. Aber ansonsten bedarf es immer eine Extra-Ansprache“, schimpfte Bonan, der nach knapp einer halben Stunde von der Dreier-Abwehrkette wieder auf die gewohnte Vierer-Formation umstellte. Bonan: „Es liegt nicht daran, mit welchem System wir spielen, die Bereitschaft hat einfach gefehlt.“

Zudem schaffte es der FC Gütersloh kaum, sich im Mittelfeld ein Übergewicht zu erspielen. „Wir haben keine zweiten Bälle gekriegt, sind dafür immer zu spät gekommen“, so Bonan.

Für den Ausgleichstreffer bedurfte es einer Standardsituation: Bei einem Freistoß-Abpraller stand Waldemar Jurez genau richtig (35.). Zuvor als Innenverteidiger eingesetzt, unterstrich Jurez nun seine Stürmerqualitäten. Zwei Minuten später erhöhte Lars Beuckmann mit einem abgefälschten Schuss auf 2:1 für den FCG. Dastin Szymanski machte mit 3:1 in der 71. Minute den FCG-Sieg perfekt.

SVS: Braend – Drücker (75. Duhme), Brück, Nepke, Meiertoberens – Fentroß (75. Lewinski), Kaya – Kunde, Krause, Gieseker (75. Abdullahat) – Kemper

FCG: Müller (46. Rump) –Beuckmann (67. Basdas), Jurez, Birkenhake (46. Azrioual) – Wieckowicz (46. Haukambe), F. Kraus, J. Kraus, Matic (46. Sansar) – Gürer, Schürmann (46. Sansar), Thomas

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