Bosmans sitzt beim SCL fest im Sattel
Bild: Wegener
Holger Bosmanns kann in Ruhe weiterarbeiten. Sein Trainerstuhl beim SC Lippetal wackelt nicht.
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Die Antwort der SCL-Verantwortlichen darauf ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Coach, der die Chance erhalten soll, die Karre aus dem Dreck zu ziehen „Es hat noch nie so etwas wie ein Ultimatum gegeben, beispielsweise, dass der Trainer die nächsten Spiele gewinnen muss“, erklärte Lippetals Fußballchef Ulrich Strunk im Gespräch mit der „Glocke“.

Obwohl der Rückstand auf Tabellenführer SV Neubeckum mittlerweile auf stolze zehn Punkte angewachsen ist, ist Bosmans Job nicht akut gefährdet. „Wir gehen davon aus, dass er das hinkriegt“, betont Strunk beim Gedanken an den Mannschaftsverantwortlichen. „Wichtig ist, unsere Außendarstellung zu verbessern und unser wahres Gesicht zu zeigen“, nennt der Abteilungsvorsitzende die Vorgaben für die restlichen Spiele vor der Winterpause und für die Rückserie.

In der langen Spielpause nach Weihnachten wird der SCL laut Strunk keinesfalls neue Spieler verpflichten. Stattdessen erwarten er und seine Mitstreiter, dass sich Trainer und die Aktiven des aktuellen Kaders dem Charaktertest stellen und endlich ihr wahres Gesicht zeigen. Schließlich erwarten die Macher auch Aufschlüsse darüber, welcher der Spieler sich zu 100 Prozent mit dem Projekt SC Lippetal identifiziert und über das Saisonende hinaus in der Lippekampfbahn bleiben soll.

Eine Zeitenwende mit einer Abkehr von Titelansprüchen ist für Ulrich Strunk übrigens kein Thema. „Für den SC Lippetal muss es immer Anspruch sein, wieder in der Bezirksliga zu spielen“, macht Strunk klar. In diesem Jahr hat er das Thema Meisterschaft und Aufstieg vorerst aber ad acta gelegt. „Wir sind ja nicht realitätsfremd“, sagt er. Zu selten habe die Mannschaft ihre zweifellos vorhandene individuelle Klasse in spielerisch überzeugende Vorstellungen ummünzen können.

Was in der Meisterschaft misslang, klappte jüngst im Kreispokal. Der Sieg gegen den Westfalenligisten SC Roland stimmt die SCL-Macher um Ulrich Strunk zuversichtlich und war Balsam auf die Wunden des in der Kritik stehenden Holger Bosmans. Der Trainer erhielt nach diesem Erfolg natürlich keinen Freibrief, aber einen klaren Auftrag. „Er ist gefragt, das wieder in Ordnung zu bringen“, erklärte Ulrich Strunk.

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