Brinkmann steckt die SCW-Ziele ab
Bild: Bremehr
Attraktiverer Offensivfußball und weniger Gegentore: Diese Zielsetzungen hat sich Daniel Brinkmann als neuer Trainer des Fußball-Oberligisten SC Wiedenbrück auf die Fahnen geschrieben.  
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Ausschlaggebend für die Freistellung Mehnerts waren Querelen zwischen der Mannschaft und dem Trainer sowie das zerrüttete Verhältnis von Trainer zu Entscheidungsträgern wie Hauptsponsor Burckhard Kramer.

Trainerstab mit Ex-Profi an der Spitze

Die offizielle Pressemitteilung des SC Wiedenbrück konnte man nach ihrem Wortlaut so deuten, als gäbe es künftig eine Verteilung der Traineraufgaben auf die gleichberechtigen Spieler Daniel Brinkmann und Oliver Zech sowie Assistent Dirk Flock. Brinkmann bestätigte nun auf „Glocke“-Nachfrage seine Hauptverantwortlichkeit für die Belange der Mannschaft. Der 33-Jährige, der in Kürze Geburtstag feiert, betonte gleichwohl, eng mit Zech und Flock zusammenarbeiten zu wollen, zumal beide auch abseits des Sports sehr gute Freunde seien. Zudem würden Co-Trainer Tobias Brockschnieder und der für die Torhüter zuständige Alexander Dabrock wichtige Bausteine im Trainerstab bleiben.

„Letztendlich ist klar, dass ich die Verantwortung habe“, stellte Brinkmann klar. „Einer muss schließlich die Entscheidungen treffen“, fügte der A-Lizenz-Inhaber hinzu. Dies sei ihm auch von Vorstandsseite zugesichert worden. Der ehemalige Profi will nur noch in Ausnahmefällen selbst für das Oberliga-Team auflaufen und stattdessen vermehrt im Trikot der SCW-Zweiten antreten, sofern es der Spielplan zulässt. Sein laufender Spieler-Vertrag bis Sommer 2021 besitze zugleich Gültigkeit für seine neue Aufgabe auf der Bank.

Attraktiverer Offensivfußball, weniger Gegentore

 „Wir wollen vernünftigen, attraktiven Offensivfußball spielen, mehr Ballbesitz haben“, beschrieb Brinkmann sein Credo für die künftigen Auftritte des Oberliga-Spitzenreiters. Es gebe noch viel Entwicklungspotenzial innerhalb des Teams. Das – nennen wir es „Wiedenbrücker Modell“ – mit – so Brinkmann – „jungen Spielern aus der Region“, soll Fortbestand haben. Musterbeispiele dafür seien die Entwicklungen von Akteuren wie Lukas Demming und Aday Ercan. Die beiden 19-Jährigen sind binnen weniger Monate zu wichtigen Stammkräften gereift.

„Wir wollen nicht alles über den Haufen werfen“, erklärte der neue Verantwortliche, aber es gebe weitere Ansatzpunkte für Veränderungen. „Wir bekommen zu viele Gegentore, dürfen uns nicht mehr so abschlachten lassen wie in Meinerzhagen oder Paderborn. Außerdem haben wir viele Spiele nur glücklich gewonnen.“

Testspieler und frisches Blut aus den eigenen Reihen

Nun gelte es zunächst, „eine vernünftige Vorbereitung“ zu absolvieren, in der auch ein Testspieler für die rechte und linke Außenbahn auf dem Prüfstein steht. Obendrein erhalten die A-Jugendlichen Linus Kahraman (Abwehr), Lucas Klantzos (Mittelstürmer) und Sahan Mürsel Sahin (Innenverteidiger) die Chance, sich für Einsätze in der Oberliga-Elf zu empfehlen. Gleiches gilt für die Bezirksliga-Spieler Kamil Can Sapli (Mittelfeld) und Konstantin Eirich (Abwehr) aus der SCW-Zweiten.

Daniel Brinkmann möchte mit dem geeigneten Personal in jedem Fall „die Tabellenspitze verteidigen“. Der Vorstand werde sich zum gegebenen Zeitpunkt, sprich mit einem ausreichenden Puffer vor Ablauf der Frist zur Beantragung der Regionalliga-Lizenz am 1. April, „Gedanken machen“, ob der Traum von der Rückkehr in die Regionalliga für den Club aus der Emsstadt eine realistische Option ist.

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