Bruder Leichtfuß aus Kader gestrichen
Bild: Rollié
Yakup Köse (vorne) und der SC Roland dürfen Gastgeber Witten-Heven nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Bild: Rollié

Die Gastgeber sind bei 64 Gegentoren in 21 Spielen mit großem Abstand die Schießbude der Liga. Also hatte Atalan größte Mühe, Bruder Leichtfuß vom Training auszuschließen und aus den Köpfen der Spieler zu verbannen. „Jeder geht davon aus, dass wir gewinnen“, sagt der SCR-Trainer und stellt im gleichen Atemzug fest: „Dabei wird das ein sehr schweres Spiel.“

Es gibt handfeste Gründe für diese Annahme, denn trotz derzeit neun Punkten Rückstand aufs rettende Ufer hat das Kellerkind aus dem südöstlichen Ruhrpott die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Ich habe gelesen, dass Heven in den nächsten beiden Spielen noch einmal alles probieren will. Na klar, ausgerechnet gegen uns“, mäkelt Ismail Atalan. Außerdem habe Witten-Heven kürzlich Westfalia Rhynern überrascht und 1:0 geschlagen.

„Eigentlich hat die Mannschaft genügend Qualität, aber da scheint intern etwas nicht zu passen“, mutmaßt der Trainer. „Aber wir wollen uns nicht für eine Niederlage opfern“, schiebt der Verantwortliche gleich trotzig nach. Das zeugt von gesundem Selbstbewusstsein, das sich Roland als Tabellenfünfter auch verdient hat.

Im Hinspiel setzten sich die Roten von der Vorhelmer Straße mit 4:2 durch, hatten aber nach einigen schläfrigen Minuten zwei Tore zum zwischenzeitlichen 2:2 kassiert. „Wir müssen als Mannschaft auftreten, dann sind wir immer stark“, nennt Atalan das wichtigste Erfolgsrezept für das Gastspiel auf dem Kunstrasen am Haldenweg.

Leider fehlen ihm weiterhin zwei wichtige Akteure. Abwehrchef Erdal Kaleoglu wird immerhin bald wieder trainieren können. Etwas unklarer ist die Situation im Fall Felix Frank. Dessen Knieverletzung könnte den vielseitigen Akteur im schlimmsten Fall bis zu sechs Wochen außer Gefecht setzen.

SOCIAL BOOKMARKS