Cihan Bolat stürmt jetzt für RW Ahlen
Sie wollen es wagen: Die rotweißen Neuen mit dem Trainer (o. v. l.) Marco Antwerpen, Michael Wiese, Cihan Bolat, Felix Bechtold, Co-Trainer Uwe Peters, (u. v. l.) Benjamin Kolodzig und Hasan Bastürk.

 Bei Nico Lenz ist zum Kreuzband auch noch der Mensikus hinzugekommen. „In drei Monaten kann ich vielleicht wieder anfangen zu Laufen“, seufzt der und beneidet nicht nur die Kollegen, die zum Trainingsauftakt gestern nach nur zwei Wochen Pause wieder im Wersestadion herumtollen, sondern auch Aygün Yildirim, der (noch) neben ihm sitzt. Dessen Hinterfront ist fast schon wieder schmerzfrei. In ein paar Tagen will er losstürmen.

 Wird Zeit, denn die rotweiße Konkurrenz schläft nicht. Zum ersten Arbeitstag gestern ist mit Cihan Bolat nämlich ein echter Mittelstürmer hinzugekommen, der in der Oberliga bei Arminia Bielefeld II auf feine 19 Tore gekommen ist. Und damit nicht genug: „Vier, fünf Leute wollen wir noch verpflichten“ sagt Manager Joachim Krug. Und darunter eben noch ein Offensiver, der sich einem Innenverteidiger, einem linken und rechten Flügelstürmer und am liebsten noch einem „Sechser“ hinzugesellen soll. Während also die einen schon einen knallharten Konkurrenzkampf plus einen Tag mehr Training auf sich zukommen sehen, kann’s für den anderen gar nicht genug sein.

 „Heute sind ja nicht so viele da“, sagt Antwerpen mit Blick auf die eher magere Zahl von 18 Spielern, die sich vor der Haupttribüne den Ball zuschieben. Zudem weilen Schaffer, Warweg und Torwart Stauder noch im Urlaub. „Aber auf 22 wollen wir noch kommen. Oder besser: 24 Spieler“, wünscht sich der Trainer – wie immer bescheiden.

 Die Regionalliga ist schließlich kein Ponyhof. „Technisch können wir da schon mithalten“, urteilt Yidirim von der Versehrtenbank aus. „Aber körperlich und bei der Schnelligkeit kommt richtig was auf uns zu.“ Dabei hat er es noch gut. Gültekin und Lenz werden wohl erst nach der Winterpause eingreifen können. Und ob es dann schon gegen den Abstieg geht oder alle ganz bequem im Mittelfeld mitschwimmen – wer weiß? „Fragt mich mal nach zehn Spieltagen ...“, sagt Antwerpen. Der weiß also auch nichts.

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