Clarholz verliert Spieler und den Mut
Bild: Inderlied
Zwei gegen Einen: Die Clarholzer Lars Remmert (Mitte) und Simon Strathoff (rechts) stellen sich Münsters Lennart Stoll in den Weg. Doch so präsent war die Victoria nur in der ersten Halbzeit.
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Durch diese Pleite im letzten Heimspiel des Jahres ist Clarholz auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 43. Minute: Turgay Dundar, bereits verwarnt, stieg im Mittelfeld etwas zu forsch in den Zweikampf gegen Münsters Lokman Erdogan ein und sah prompt die Gelb-Rote Karte. Damit verlor Victoria Clarholz nicht nur einen – bis dato starken – Spieler, sondern auch den Mut, der das Team bis zu diesem Zeitpunkt noch ausgezeichnet hatte. „Das war für uns der Knackpunkt“, bilanzierte auch Frank Scharpenberg.

In den Zweikämpfen total präsent

Bis zu eben jener Situation kurz vor der Pause hatten die Gastgeber wohl eine der besten Halbzeiten im bisherigen Saisonverlauf abgeliefert. Victoria war in den Zweikämpfen total präsent, verteidigte teilweise extrem offensiv, ließ Münster keinen Raum zur Entfaltung und erspielte sich eigene Möglichkeiten. Zum Beispiel in der sechsten Minute, als Andreas Dreichel über rechts durchstartete, Ugur Gözsüz und Simon Strathoff in der Mitte jedoch verpassten. Oder in der 25. Minute, als Gözsüz nach einer tollen Hereingabe von Dundar über das Tor köpfte.

Ausgleich versetzt Victoria in Schockstarre

Dann die Führung in der 32. Minute: Nach Zuspiel von Strathoff drang Andreas Dreichel in den Strafraum ein und vollendete eiskalt. Doch nach dem Seitenwechsel knickte Victoria in Unterzahl ein. Der Ausgleich in der 51. Minute durch Jordi Scigliotti, der eine Viertelstunde später auch noch ein Traumtor in den Knick erzielen sollte, versetzte Clarholz in eine Art Schockstarre. Zweimal netzte auch noch Jan-Hubert Elpermann ein (56./67.) – damit war die Victoria ausgeknockt. Und zudem neuer Tabellenletzter.

Den Bericht zur Partie des SV Spexard beim Delbrücker SC am 14. Spieltag der Fußball-Westfalenliga lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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