Clarholzer Naivität wird nicht bestraft
Bild: Inderlied
Erleichterung: Die Spieler von Victoria Clarholz bejubeln das wegweisende 1:0 von Andreas Dreichel im Heimspiel gegen Theesen.
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Ein Konter nach dem anderen rollte im zweiten Durchgang auf das Tor der Gäste zu, die sich aufgrund des frühen Platzverweises von Mario Tim Nolle (36.) längst mit einem Mann weniger gegen das Unheil wehrten. Beim Stand von 1:0 offenbarte Victoria Clarholz jedoch in einer Vielzahl von Szenen eine Naivität, die sich auf diesem Niveau in aller Regel immer rächt.

„Daraus hätten wir mehr machen müssen“

Alleine Neuzugang Eugen Dreichel hatte das 2:0 dreimal auf dem Fuß (57./58./81.), dazu kamen die Versuche von Andreas Dreichel (75.) und des eingewechselten Steffen Uphus (81.). Doch das erlösende zweite Tor, es fiel und fiel einfach nicht. „Daraus hätten wir mehr machen müssen“, gestand Neuzugang Robin Westhues. Dem widersprach sein Trainer nicht. „Natürlich ist man erst einmal froh, wenn man zum Saisonauftakt gewinnt“, sagte Frank Scharpenberg, ehe er zum großen „Aber“ ansetzte.

Drei Punkte auf wackligen Füßen

„In der zweiten Halbzeit war ich sehr enttäuscht von meiner Mannschaft“, fuhr der Victoria-Trainer fort. „Nicht nur aufgrund der Chancen, die wir hatten, sondern auch wegen der Möglichkeiten, die wir schon im Ansatz verballert haben.“ So blieb es bis zum Ende bei dem 1:0, das Andreas Dreichel bereits in der 26. Minute erzielt hatte. Drei Punkte auf arg wackligen Füßen – gegen einen VfL Theesen, der sich trotz Unterzahl nie aufgab, stets Gefahr ausstrahlte und es dennoch nur der Clarholzer Naivität zu verdanken hatte, dass es überhaupt so spannend blieb.

Weitere Hintergründe zum Saisonstart in der Fußball-Westfalenliga sowie in den anderen Spielklassen lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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