DHB-Pokal: HSG mit Bravour in Runde zwei
In der ersten Runde des DHB-Pokals bezwangen Aljoscha Ziegler und die HSG Gütersloh den TuS Spenge.

Dass die Mannschaft bereits in der Lage ist, ihr vom neuen Trainer vermitteltes neues Spielsystem so eindrucksvoll umzusetzen, überraschte die Schwarz-Gelben selbst. Schließlich war der Pokaluftritt  vor gut 200 Zuschauern nicht nur das erste Pflichtspiel in der Saison 2011/12, sondern auch der erste Härtetest gegen einen Klassenkonkurrenten.

Während nicht nur Fabian Gast im Positionsspiel immer wieder Lücken in der 3:2:1-Formation der in punkto Leidenschaft, Spritzigkeit und Motivation unterlegenen Gäste fand, ging das Abwehrkonzept der Gütersloher (trotz einiger großer Löcher für den Kreisläufer) auf. „Wir wollten verhindern, dass sie ihr Positionsspiel aufziehen und sie in Klein-Klein-Aktionen zwingen“, bilanzierte zufrieden Matthias Wieling seinen ersten Pflichtspielerfolg als HSG-Trainer.

 

HSG: Rogalski/Plum – Buhrmester (2), Zöllner (3), Schönhoff (1), Stockmann (5), Th. (4) und Ch. (3) Harbert, Gast (6/1), Stammeier (n.e.), Pries (2), Ziegler (4), Haubrock

Zuschauer: 200 Schiedsrichter: Linker/S. Schmidt

Zeitstrafen: Ziegler (34.), Stockmann (36., 47.), Pries (43.) – Huesmann (29.), Ober (54.) Spielfilm: 4:2 (5. Minute), 7:3 (9.), 8:7 (15.), 9:9 (17.), 15:13 (29.), 15:15 (30.) – 19:16 (36.), 20:20 (41.), 24:21 (47.), 27:23 (51.), 29:25 (58.), 30:27 (60.)

Der hätte noch höher ausfallen können, wenn die Gütersloher ihre klaren Torchancen in der Schlussphase konsequenter genutzt hätten. Das war aber auch der einzige Kritikpunkt an der guten Leistung des gesamten Teams. Und wenn die Mannschaft diese Qualität konstant in den Oberligaspielen zeigt, kann es mit dem Klassenerhalt klappen. Zu Beginn zogen die Gastgeber auf 7:3 davon. Die Neuzugänge Christoph Harbert (Führungsspieler, top motiviert gegen seine ehemaligen Mitspieler), Aljoscha Ziegler (beeindruckende Athletik und Willen), Marian Stockmann (Youngster mit tollen vier Tore in der zweiten Halbzeit) und Daniel Pries (starker „Vorgezogener“, spektakuläres Tor nach Sprintduell) hinterließen alle einen starken Eindruck.

Das galt aber auch für Rest der Mannschaft, angefangen beim hervorragenden Torwart Eugen Rogalski. Es gab nur einen Ausfall und das war der von Alexander Stammeier, der wegen eines dicken Knöchels geschont wurde. Auch als Spenge herankam und ausglich, zog die HSG ihr Konzept konsequent und unbeeindruckt durch. Beim 27:23 in der 51. Minute war die Vorentscheidung gefallen.

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