Das HLZ feiert seine Jugendmannschaften
Ein Traum wird wahr: „Dafür haben die Mädchen seit der D-Jugend gekämpft“, sagt Trainerin Martina Michalczik (l.). Jetzt spielt die A-Jugend also in der Bundesliga!

 „Das war ja anschließend ein Sektchen wert, oder? Am nächsten Tag war ja Schule“, hatte Trainerin Martina Michalczik nach dem historischen Tag für den Verein auch mal die Spendierhosen an. Die Tür, durch die die A-Mädels geschlüpft sind, war aber auch schon fast geschlossen. Beim Turnier in Magdeburg am Samstag und Sonntag war nach Niederlagen gegen den Gastgeber (10:14) und GW Schwerin (8:15) der 19:11-Sieg über SV Union Halle Neustadt Gold wert, denn damit war man für die Endrunde am Sonntag qualifiziert – Rang zwei von drei Teams würde hier für das große Ziel reichen.

Wieder verlor man gegen HSV Magdeburg mit 10:14, aber das 14:9 über HSG Nienborg und ein 15:15 gegen TG Hörste reichten, um dann die Korken knallen zu lassen. „Dafür haben die Mädchen seit der D-Jugend gekämpft, diesen Erfolg nimmt uns keiner mehr“, freute sich Michalczik und macht sich auch noch keine Gedanken darüber, welche Rolle man in der Bundesliga spielen wird. Ohne Töchterchen und Leistungsträgerin Marie, die nun zum BVB Dortmund wechselt, wird es vielleicht schwer, aber: „Der Kader ist gut besetzt“, sagt die Trainerin. „Die Mädchen haben bewiesen, dass sie auch ohne Marie guten Handball spielen können.“

 Eine ordentliche Sause hätten auch die A-Jugend-Jungs gefeiert. Stattdessen aber gab Trainer Thomas Filthaut seinen Schützlingen eine Woche frei, um die drei deutlichen Packungen gegen Potsdam (9:29), Konstanz (22:32) und Magdeburg (20:34) in der Bundesliga-Quali sacken zu lassen. „Das muss man erstmal verdauen“, gestand Filthaut, der aber nicht böse mit seinem Team war. „Man muss die Leistungen der Gegner anerkennen. Die waren einfach robuster.“

Und deshalb auch bundesliga-reif, während es für das HLZ in die Oberliga geht. Immerhin. Und kein Trostpflaster. „Das war unser gestecktes Ziel. Wir haben gesehen, dass wir in diese Liga gehören.“ Dann mit deutlicher weniger Strapazen und finanziellem Aufwand. „Weiterentwickeln können sich die Jungs auch dort prima“, sagt Filthaut und sieht sich und sein Team ebenfalls im positiven HLZ-Trend: „Man sieht, dass die Jugendabteilung einen Sprung nach vorne macht.“

  Mehr geht nicht. Die C-Jugend-Mädels des HLZ haben sich am Wochenende für die Oberliga qualifiziert. Und nicht nur das. „Alle Spielerinnen konnten sich in Torschützenliste eintragen“, freute sich Co-Trainer Ralf Plonus. Seinen Chef Hansi Kutschmann wunderte das nicht. „Das Team ist eben der Star.“ Passend zum Qualifikations-Turnier hatte sich Schützlinge des Gespanns gefunden. „Die Abläufe liefen besser und wir sind immer geduldig geblieben. Das war ausschlaggebend“, meinte Kutschmann.

 Selbst als das HLZ gegen Everswinkel mit drei Toren zurücklag, ließen sich die Mädchen nicht aus der Ruhe bringen und gewannen mit 12:11. Darauf folgten gegen Ammeloe ein 14:12 und gegen ASC Dortmund ein 14:9-Sieg. Das Ding war durch, das HLZ in der höchsten Spielklasse angekommen. „Ich traue uns zu, dass wir uns in der Liga steigern“, sagt Kutschmann. Die Reise geht also weiter.

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