David trifft Goliath auf neutralem Boden
Böse verletzt: Vorhelms Simon Brehe (l.) hier gegen Ennigers Matthias Hilgensloh, hat sich die Achillessehne gerissen. Da ist das Fehlen gegen RW Ahlen das kleinere Problem.

Und so findet das Viertelfinale im Kreispokal gegen RW Ahlen am  Samstag gegen Westfalia Vorhelm auf dem Kunstrasenplatz des SuS Enniger statt. Schön in der Dämmerung und atmosphärisch vorweihnachtlich ab 16.30 Uhr, so macht Pokal doch Spaß.

Was Glöden einerseits freut aber auch etwas ärgert. „Ich hätte gern zuhause gespielt, da ist die Stimmung dann doch etwas besser gegen so einen Klassenhöheren.“ Aber leider schwächelt der Platz in Vorhelm wieder bei Dauerregen, so dass David den Herrn Goliath auf neutralem Grund gegenübertreten muss.

Letzterem ist das alles egal, in Ahlen geht es nur darum, endlich wieder in Tritt zu kommen. Weshalb RWA-Trainer Erhan Albayrak auch angesichts des kommenden schweren Restprogramms seine beste Oberliga-Truppe gegen den A-Ligisten schickt. „Mit dem enttäuschenden 1:1 gegen Ennepetal hat sich gezeigt, dass wir überhaupt nicht im Rhythmus waren“, so Albayrak, der nur auf den ellenbogenverletzten Engjell Hoti verzichten muss und – trotz Favoritenrolle – eine knackige Leistung erwartet.

Da lächelt Kollege Glöden nur müde. Der ist froh, dass er überhaupt elf Spieler zusammentrommeln kann, zudem hat sich Simon Brehe mit einem Achillessehnen-Riss im Training noch böse verletzt. „Das ist alles sehr heikel“, so Glöden, der nach den letzten beiden Spielausfällen dennoch das Maximale herausholen will.

 „Ein bisschen unangenehm sein und so lange wie möglich die Null halten“, kündigt der ehemalige Rotweiß-Verteidiger die übliche Strategie eines klaren Außenseiters an. Und wenn ihm die Auswechsler ausgehen, kann er ja noch selbst die Stiefel schnüren. „Hey, ich bin fast 40“, frozelt Glöden. „Reicht noch für RW Ahlen, oder?“ Aber das darf man auch nicht so laut sagen.

SOCIAL BOOKMARKS