Der SC Wiedenbrück steigt 2013 vom Rad
Holger Sievers muss sich nach zehn Jahren als  Teamleiter in Rheda-Wiedenbrück  eine  neue Betätigung suchen. 

In einer Pressemitteilung des SCW heißt es dazu: „Trotz großem Engagement des Vereins sowie zahlreicher überregionaler Erfolge ist es dem Verein nicht gelungen, genügend heimische Nachwuchssportler für den Radsport zu begeistern. Anders als im Jugendfußball ist die Nachfrage nach Radsport beim SC Wiedenbrück zu gering und nicht ausreichend, um weiterhin eine Radsportabteilung aufrecht zu erhalten. Der SC Wiedenbrück hat sich dagegen entschieden, den angebotenen Radsport einzustellen und keine Abteilung mehr zu unterhalten.“

„Das Konzept, aktive Rennfahrer im Bereich der Nachwuchsförderung einzusetzen, ist meiner Meinung nach deutschlandweit vorbildlich und richtungsweisend, aber eben nicht mit den Dimensionen im Fußball vergleichbar“, bedauert Holger Sievers (43), Teamleiter des SCW-Eliteteams das Aus. „Es ist sehr schade, zumal erstmals unser U23-Nationalfahrer Philipp Müller sein freiwilliges soziales Jahr beim SCW absolviert. Und auch die mit mehreren Preisen ausgezeichnete Kooperation mit der Osterrath-Realschule war sehr fruchtbar“, führt Sievers aus. Gleichwohl akzeptiert der ehemalige deutsche Meister und A-Fahrer („Ich absolviere das gleiche Rennprogramm wie  die anderen Fahrer“)  die Entscheidung des Vorstandes.

 Um seine persönliche Zukunft macht sich Sievers, der im Herbst 2002 zu dem im gleichen Jahr gegründeten Team Lamonta stieß und im zweiten Jahr die Teamleitung übernahm, wenig Sorgen. „Ich sehe optimistisch in die Zukunft“, geht der 43-Jährige davon aus, weiter im Radsport tätig zu sein.

Auch den jungen und den Top-Fahrern wie den Bielefeldern Dennis und Daniel Klemme oder Philipp Müller rechnet Sievers gute Chancen zu, im nächsten Jahr in anderen Teams unterzukommen. „Mit unserem Eliteteam waren wir bundesweit führend. Leid tut es mir vor allem um die von uns begleiteten Jugendlichen aus Wiedenbrück“, sagt Sievers.

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