Der neue Weg des SuS Ennigerloh
Aufgalopp in Richtung Zukunft: Das neue Trainergespann um Ajdin Ajdini und Martin Hanskötter läuft bei einer Einheit vorneweg. Was durchaus Symbolkraft hat, denn das junge Team des SuS Ennigerloh muss noch gefördert und gefordert werden.

 Auch deshalb wurde – schweren Herzens – auf den Aufstieg verzichtet. „Das war eine absolute Notwendigkeit, um den Neuaufbau einzuleiten“, sagt Hanskötter, der die Nachfolge von Dennis Herrmann angetreten hat. Diese Entscheidung hatte der SuS bereits im Februar gefällt, seitdem wurde viel erzählt und berichtet. Jedenfalls kam es anschließend zu „erdrutschartigen Abgängen von Spielern“, wie es Hanskötter formuliert. 

Eine Entwicklung, die alle Beteiligten am Stavernbusch ziemlich überrollt hat. Doch das ist mittlerweile Vergangenheit, seit dem Start der Vorbereitung bastelt der erfahrene Hanskötter – der übrigens vor seiner 40. Spielzeit als Trainer steht – sowohl an Gegenwart als auch an Zukunft. Seine neue Mannschaft setzt sich vornehmlich aus Akteuren zusammen, die in der Vorsaison noch in der zweiten Garde oder der A-Jugend gespielt haben.

 18 Spieler des SuS sind jünger als 21 Jahre, der Rest ist nicht wesentlich älter. „Das jetzt“, sagt Hanskötter, „ist eine Chance für die Jugend.“ Der neue Trainer, aber auch der Vorstand um Torsten Allmendinger und Ralf Drews betonen, dass sie der neuen Mannschaft alle Zeit der Welt geben, um sich in Ruhe zu entwickeln. Nur eines wird erwartet: Motivation. „Da muss natürlich auch das Umfeld des SuS mitziehen“, bezieht Geschäftsführer Drews die Mitglieder und das Publikum mit ein. „Die Jungs müssen wissen: Wenn der Einsatz stimmt, lacht euch niemand aus, auch wenn es mal eine Klatsche gibt“, sagt er. 

Denn das scheint klar: Ennigerloh steht eine knifflige Saison bevor, sogar der Abstiegskampf könnte drohen. Doch das ist eine Aufgabe, an der das junge Team wachsen soll: „Wir haben jetzt die Chance, uns zu entwickeln und etwas aufzubauen“, sagt Hanskötter, der mit Blick auf die neue Spielzeit noch ergänzt: „Die Jungs haben nur eine Chance: „Sie sollen sich etwas zutrauen, Selbstbewusstsein aufbauen und dann alle überraschen.“ 

Zum neuen Weg des SuS, der zwar nicht ganz freiwillig eingeschlagen wurde, nun aber von allen Beteiligten voller Überzeugung mitgegangen wird, gehört im Übrigen auch: Fast alle Spieler kommen aus Ennigerloh. Ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Identifikation und dem Gemeinschaftsgefühl. „Natürlich würde ich gerne oben mitspielen“, sagt Hanskötter schließlich noch, „aber viel wichtiger ist mir, dass eine echte Mannschaft auf dem Platz steht.“ Was der neue Trainer des SuS nicht sagt, aber vermutlich hofft, ist: Wenn das eine schnell gelingt, ist auf lange Sicht auch das andere möglich.

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